08.03.2016 | Frauenquote

Unternehmen kommen ihrer Pflicht nicht nach

Bild: Corbis

Eigentlich sind Unternehmen, die börsennotiert und voll mitbestimmungspflichtig sind, gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat, Vorstand und der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zu setzen - und zwar seit 1. Oktober 2015. Doch sind dieser Pflicht längst noch nicht alle nachgekommen.

Frauen sind beim Aufstieg in Führungspositionen in den letzten Jahren in Deutschland nicht richtig vorangekommen. Sie waren 2014 im EU-Vergleich mit 29 % unterrepräsentiert, zudem blieb der Anteil gegenüber den beiden Vorjahren nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Durchschnitt der 28 EU-Staaten lag der Frauenanteil in Führungsetagen bei 33 %.

Frauenquote: Zahlenspiele mit den Zielgrößen

Über die Frauenquote reden viele Unternehmen nicht gern - und halten sich bedeckt, wenn es um ihre Frauenanteile und ihre Ziele zur Erhöhung derselben geht. Daher herrscht Unklarheit über konkrete Zahlen: Wer hat sich welche Zielgrößen gesetzt? Und wie ambitioniert sind die Ziele wirklich?

Klar ist aber: Es sind immer noch nicht alle ihrer Pflicht nachgekommen. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland sind weiblich. Doch bei Top-Positionen sind Frauen im EU-Vergleich unterrepräsentiert. Das hat mehrere Gründe.

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