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Apple möchte keine Hintertür öffnen

Apple will nicht in den suaren Apfel beißen und bleibt stur.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Ruf nach Sicherheit und Datenschutz ist groß. Doch sichere Daten bedeuten auch, dass kein Unbefugter darauf zugreifen kann. Egal, wer dieser Unbefugte sein mag. Das spürt zurzeit das FBI, denn es kann ein bestimmtes iPhone nicht knacken. Bei den Geräten von Apple sind Daten nämlich so verschlüsselt, dass nur der Nutzer – und nur er – Zugriff darauf hat.

Die Diskussion ist groß und aufgeregt. Es ist sogar die Rede davon, in Amerika eine Gesetzesänderung vorzunehmen, damit Sicherheitsbehörden Verschlüsselungen knacken und an Daten gelangen können, wenn dies zur Aufklärung von Verbrechen beitragen oder den Kampf gegen Terroristen erleichtern kann. Doch gäbe es so eine Software könnten auch andere sie nutzen. Also auch Terroristen oder Kriminelle.

Google und WhatsApp stärken Apple

Bisher weigert sich Apple, eine Software zu entwickeln, damit das FBI das iPhone eines toten Terroristen knacken und die Daten davon auszuwerten kann. Nicht nur Apple Chef Tim Cook, sondern auch Google Chef Sundar Pichai und WhatsApp Gründer Jan Koum sprechen sich dagegen aus, eine Möglichkeit zu schaffen, mit der Geräte gehackt werden können, um an die Daten von Kunden zu gelangen.

Soll eine Hintertür geöffnet werden?

Angeblich geht es nur um ein iPhone. Deshalb unterstützt die US-Regierung in diesem Fall auch die Sicherheitsbehörde FBI. Denn eigentlich haben der Schutz der Privatsphäre und die bürgerliche Freiheit in den USA einen hohen Stellenwert.

Doch angeblich und eigentlich reichen den Warnern nicht aus. Sie befürchten, dass sich die Angelegenheit zu einem Präzedenzfall entwickelt und eine Hintertür mit weltweiter Signalwirkung geschaffen wird.

Sicherheitsbehörden weltweit haben Interesse an Daten

Wie die Zeit in einem Artikel schreibt, sind Sicherheitsbehörden auch in anderen Ländern daran interessiert, Verschlüsselungen von Internetkommunikation nicht länger zu dulden.

Als Beispiel wird Blackberry genannt. Das Unternehmen durfte in Indien und Pakistan nur aktiv werden, nachdem es eingewilligt hatte, seine Server vor Ort zu installieren. Der Grund: Der Staat wollte die Möglichkeit haben, auf Daten zugreifen zu können. Blackberry hat seine Aktivitäten in Pakistan in der Zwischenzeit aus Protest eingestellt.

Daten ohne Schutz: Großbritannien diskutiert ein Gesetz gegen die Verschlüsselung von Internetkommunikation

Doch auch für Europa ist der Fall Apple im Streit gegen das FBI interessant. In Großbritannien wird diskutiert, ob IT-Unternehmen die Verschlüsselung von Internetkommunikation per Gesetz verboten werden soll.

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