10.06.2014 | Corporate Social Responsibility

1,5 Milliarden verdienen nur einen Hungerlohn

Ein Drittel aller Beschäftigten auf der Welt verdienen weniger als 2 Dollar pro tag.
Bild: Uschi Dreiucker ⁄

Auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren verbessert hat, verdient weltweit immer noch ein Drittel der Erwerbstätigen Niedriglöhne. Außerdem arbeiten sie ohne jegliche Absicherungen – weder für die Gesundheit und Sicherheit noch fürs Alter. Oft sind die Firmen Teil der Lieferkette für Unternehmen in Deutschland und Europa.

Die Studie "World of work 2014 – developing with jobs" der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berichtet über die schlechten Zustände, etwa in Asien, dem südlichen Afrika oder Lateinamerika. Arbeitsverträge, Arbeitsschutz sowie soziale Absicherung gibt es bei der Hälfte der Beschäftigten in Entwicklungsländern nicht. Wie können Unternehmen in Deutschland darauf Einfluss nehmen?

1,5 Milliarden Menschen verdienen unregelmäßig und sehr wenig

Besonders schlecht gestellt sind Tagelöhner, Solo-Selbstständige oder Familienmitglieder, die mit ihrer Arbeit den Familienbetrieb unterstützen. Insgesamt sind das 1,5 Milliarden Menschen. Sie verdienen nur unregelmäßig und wenn, dann sehr wenig. Der Anteil liegt bei den Arbeitenden in Südasien sowie im südlich der Sahara liegenden Afrika bei 75 %.

30 % aller Erwerbstätigen verdienen weniger als 2 US-Dollar pro Tag

Etwa 840 Millionen Menschen in Entwicklungsländern – mehr als 30 % aller Erwerbstätigen auf der Welt – verdienen weniger als 2 US-Dollar pro Tag und somit einen Lohn unterhalb der Armutsgrenze. Die Situation hat sich seit 2000 allerdings verbessert. Damals lag der Anteil bei über 50 %.

Arbeitslosenrate von über 30 %

Für viele ist ein schlechtbezahlter Job immer noch besser als keiner. Denn über 30 % der jungen Leute, etwa im Nahen Osten oder in Nordafrika, finden keine Arbeit. Die Arbeitslosenrate bei den jungen Frauen liegt dort sogar bei 45 %. Und die Situation wird sich weiter verschärfen. Denn weitere rund 200 Millionen junge Männer und Frauen suchen in den kommenden 5 Jahren Arbeit.

Probleme von heute wirken sich negativ auf folgende Generationen aus

Wer keine Arbeit findet oder zu wenig verdient, kann weder in Gesundheit noch Bildung investieren. Und so werden sich die Probleme von heute auch negativ auf die folgenden Generationen dieser Länder auswirken.

Die soziale Verantwortung endet nicht am Werkszaun

Jedes Unternehmen ist abhängig von Zuliefer- oder Dienstleistungen. Endet die Pflicht, dass die Beschäftigten sicher und gesund arbeiten können an den eigenen Werkstoren? Oder gibt es auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern der Zulieferer? Lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  CSR, Corporate Governance, Soziale Verantwortung, Lieferantenkette

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