28.04.2014 | Ethische Unternehmensführung

Compliance-Initiative der Werkzeugindustrie und Materialwirtschaft

Unternehmen sollten beim Thema Compliance an einem Strang ziehen.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die meisten Rechte und Gebote zu Wirtschaft, Arbeitssicherheit, Umweltschutz oder gesellschaftlichem Zusammenleben gelten in allen Branchen. Sinnvoll ist deshalb ein Compliance-Programm, das branchenübergreifend eingesetzt werden kann. Das hat auch die Werkzeugindustrie erkannt.

Faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen, Menschrechte, Umwelt- und Gesundheitsschutz – um diese Themen kommt heute kein Unternehmen mehr herum. Deshalb kooperiert der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) in Zukunft mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME), wenn es um Compliance und Verhaltenskodex geht.

Namhafte Unternehmen sind Teil der BME-Compliance-Initiative

Der BME unterstützt schon seit Jahren Betriebe beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung eines Compliance-Programms. Ziel ist es, dass es zur Unternehmenskultur wird, sich klar gegen Korruption, Kartelle, aber auch etwa gegen Kinderarbeit auszusprechen. Der BME-Compliance-Initiative sind schon viele namhafte Unternehmen, wie z. B. ThyssenKrupp, Daimler oder Hochtief, beigetreten.

Compliance jenseits des Werkzauns: Ethische und soziale Standards gelten weltweit

Die BME-Verhaltensrichtlinien basieren auf internationalen Regelungen, wie dem Globalen Pakt der Vereinten Nationen (UN Global Compact). Sie sind branchenübergreifend und international anwendbar. Das ist wichtig, da viele Unternehmen auch mit ausländischen Lieferanten zusammenarbeiten oder selbst weltweit Standorte haben. Die ethischen und sozialen Standards gelten bei ihnen für die gesamte Lieferkette.

Ein Zusammenschluss, wie die Compliance Initiative des BME, bringt Vorteile

Mit dem Zusammenschluss von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen kann man sich besser auf einheitliche Standards einigen. So lassen sich u. a. Verhaltenskodizes sowie Prüfungsaufwände reduzieren. Die Standardisierung erleichtert sowohl Absprachen als auch die Kommunikation und Verständigung. Außerdem verpflichten sich die Mitglieder der BME-Compliance-Initiative zur Teilnahme an einem Selbstauskunftsverfahren sowie zur Nennung in öffentlich zugänglichen Web-Verzeichnissen.

Schlagworte zum Thema:  Verhaltenskodex, Ethische Unternehmensführung, Soziale Verantwortung, Corporate Governance, Compliance, Compliance-Organisation, Code of Conduct, Global Compact, CSR

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