| Bußgeldrekord

2014 - Jahr der Kartellstrafen

Preisabsprachen können kartellrechtlich verfolgt werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Als Kartelle werden Zusammenschlüsse von Unternehmen bezeichnet, die Wettbewerbsbeschränkungen zur Folge haben. 2014 steuert aller Voraussicht nach auf ein Rekordjahr der Kartellstrafen zu.

Die Wettbewerbsbeschränkung wirkt sich derart aus, dass die Unternehmen gemeinsam eine solche Marktmacht besitzen, dass ein Wettbewerb auf dem Markt nicht mehr oder kaum noch möglich ist. Allein die Lebensmittel-Industrie hat dafür in den vergangenen 10 Jahren laut einem "Spiegel"-Bericht Bußgelder von etwa einer Milliarde Euro an das Bundeskartellamt zahlen müssen.

Lebensmittelindustrie mehrfach von Kartellstrafen betroffen

Die entsprechenden Verfahren wegen illegaler Preisabsprachen zulasten der Verbraucher richteten sich u. a. gegen Hersteller von Kaffee, Schokolade, Bier, Zucker und Mehl. Derzeit nimmt die Bonner Behörde Fleisch- und Wurstwarenproduzenten unter die Lupe.

Das Bundeskartellamt steuert in diesem Jahr auf einen Bußgeldrekord zu

2014 seien laut Behördenchef Andreas Mundt bereits Strafen im Umfang von 635 Millionen Euro ausgesprochen worden.

Bisher galt das Einzeljahr 2003 mit einer Strafe von rund 660 Millionen Euro gegen Firmen aus der Zementindustrie als Rekordjahr. Davon wurden aber nur gut 400 Millionen Euro rechtskräftig. Die laufenden Prüfungen bei Herstellern von Wurstwaren sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Zuletzt hatte es auch Verfahren gegen Schienenhersteller, Unternehmen der Mühlenindustrie sowie Süßwaren-, Haushaltsgeschirr- und Drogerieartikel-Produzenten gegeben.

Mehr News zum Thema Kartell finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Kartellverstoß, Kartellamt, Kartellrecht, Kartell, Preisabsprachen, Compliance

Aktuell

Meistgelesen