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Muss die Rechtsberatung auf EU-Ebene sich neu ausrichten?

Brexit - ein Riss geht durch die EU
Bild: Lupo ⁄

Der Schock nach dem Brexit ist groß, auch bei Wirtschaftsanwälten. Jahr für Jahr wurde das europäische Recht wichtiger und hat stärker auf die nationale Gesetzgebung und Rechtsprechung eingewirkt. Nun kommt mit dem Brexit das Zusammenwachsen zum Stocken. Muss die Rechtsberatung auf EU-Ebene sich neu ausrichten?

Es gab im Vorfeld viele witzige Karikaturen zum Thema Brexit. Doch jetzt ist der Schock groß.
Es hat zum ersten Mal ein EU-Staat seine Mitgliedschaft in der Europäischen aufkündigt. Anwälte sind durch die Folgen für die von ihnen beratenen Unternehmen nicht nur mittelbar betroffen. Auch manche Reformen machen weniger Sinn oder kippen und und es gilt, die Zusammenarbeit mit britischen Kanzleien neu zu ordnen.

Muss die Rechtsberatung auf EU-Ebene sich nach dem Brexit neu ausrichten?

Ein Beispiel ist die Vereinheitlichung des Patentschutzes in der EU. Laut Gesetzentwurf geplant sind ein EU-Einheitspatent und einheitliche Patentgerichte. Das wäre ein Meilenstein im Kampf gegen Patent-Piraten, der bisher in den verschiedenen Ländern vor Gericht nach jeweils nationale Patentschutz-Regelungen mit erheblichen Kosten einzeln ausgefochten werden muss.

Damit diese Reform in Kraft treten kann, müssen die Länder mit den höchsten Patent-Anmeldezahlen - Deutschland, Frankreich und Großbritannien – zwingend zustimmen. Nach Brexit steht die Reform nun auf der Kippe.

Auf die weitere Bedeutung des Brexit für Anwälte und Justiz geht der gleichnamige Haufe Beitrag ein.

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Schlagworte zum Thema:  Brexit, Großbritannien, EU

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