| EEG-Ausgleichsregelung

Ausnahmen für energieintensive Unternehmen

EEG-Ausgleichsregelung fördert erneuerbare Energien
Bild: MEV-Verlag, Germany

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kommen Mehrkosten auf die Endverbraucher zu. Ob Privathaushalt, öffentliche Einrichtung, Landwirtschaft, Handel oder Gewerbe – alle werden zur Kasse gebeten, jedenfalls fast alle.

Für energieintensive Unternehmen gibt es die Möglichkeit, die Umlagekosten zu begrenzen. Damit sie nicht wegen des Strompreises ins Ausland abwandern, können einige Unternehmen Ausnahmen von der EEG-Ausgleichsregelung in Anspruch nehmen. Dazu gehören z. B. solche Unternehmen, die am internationalen Markt tätig sind oder Schienenbahnbetriebe.

Ausgleichsregelung nach EEG

Durch das Gesetz soll eigentlich gewährleistet werden, dass erneuerbare Energien bevorzugt ins Stromnetz eingespeist werden. Dieser Strom wird an der Börse verkauft. Mit den Einnahmen werden die Anlagebetreiber bezahlt. Da die Einnahmen geringer sind als die Ausgaben, muss die Differenz ausgeglichen werden. Dies erfolgt über die Ausgleichsregelung.

Kosten berechnen sich eigentlich nach Strombezugsmenge - für energieintensive Unternehmen gibt's Ausnahmen

Wie viel ein Stromendverbraucher zu bezahlen hat, hängt normalerweise von seiner Strombezugsmenge ab. Diese wird ermittelt und der entsprechende Betrag mit der Stromrechnung abgerechnet. So wird jeder Stromverbraucher angemessen an den Kosten beteiligt.

Bei stromintensiven Unternehmen kann der Betrag allerdings sehr hoch ausfallen.

EEG-Ausgleichsregelung - Antrag auf Begrenzung der Umlagen ist jedes Jahr neu zu stellen

Ein energieintensives Unternehmen, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann jedes Jahr eine Begrenzung der EEG-Umlagen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Der Antrag muss jedes Jahr neu eingereicht werden, der nächste bis zum 30. Juni 2015.

Schlagworte zum Thema:  EEG-Umlage, Ausgleich, Erneuerbare Energien

Aktuell

Meistgelesen