11.01.2013 | Nutzerprofile

Google will bald auch in der realen Welt Daten sammeln

Bild: Google

Mit einer Erweiterung seines Tracking-Tools Universal Analytics will Google künftig auch Daten in der Offline-Welt erfassen. Diese sollen dann mit den gesammelten Informationen aus dem Web zusammengeführt werden.

An die Überwachung durch Tracking-Cookies im Web dürften sich Internetsurfer schon gewöhnt haben, wobei sich wohl nur die wenigsten über die Ausmaße dieser Datensammlungen im Klaren sein dürften. Doch die Sammlung dieser Daten reicht Unternehmen wie Google längst nicht mehr aus. So hat der Internetkonzern eine Ausweitung seines weit verbreiteten Analyse-Tools Google Analytics angekündigt.

Umsetzung soll schon in diesem Jahr beginnen

Mit dem neuen Tool namens Universal Analytics sollen auch Daten zu Aktivitäten außerhalb der Online-Welt eingepflegt werden können (z. B. über CRM). Das könnten z. B. Daten  aus Marketingkampagnen oder Verkaufstelefonaten sein, aber auch Shoppingdaten aus der Boutique oder dem Supermarkt. Zusätzlich kann die Analytics-Erweiterung auch noch Nutzerdaten von Tablets, Smartphones, Spielkonsolen und anderen Digitalgeräten erfassen. Die Informationen aus diesen neuen Datenquellen sollen dann mit den Daten aus dem konventionellen Web-Tracking zusammengefasst werden.

Datenverknüpfung mit Personenbezug nicht ohne Einwilligung

Details zur technischen Umsetzung der Datensammlung gab Google bislang noch nicht preis, allerdings will der Konzern bereits in diesem Jahr mit den neuen Tools erste Tests durchführen. Datenschützer stehen dem Projekt allerdings mit großer Skepsis gegenüber. Sie verweisen beispielsweise darauf, dass die geplante Verknüpfung der Daten nur mittels eines Personenbezugs (User-ID) möglich sein dürfte. Das sei grundsätzlich nicht mit dem europäischen Datenschutzrecht vereinbar, sofern nicht eine explizite Einwilligung der Nutzer vorliege.

 

 

 

Schlagworte zum Thema:  User-Tracking, Webanalyse, Datenschutz

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