07.01.2013 | Smart Meter

Sicherheitsanforderungen für intelligente Stromzähler werden spezifiziert und geprüft

Smart Meter soll beim Strom sparen helfen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Intelligente Stromzähler sollen den Verbrauchern beim Stromsparen helfen und gleichzeitig für eine bessere Auslastung der Stromnetze sorgen. Datenschützer haben jedoch erhebliche Bedenken gegen die Technik. Spezielle Prüfungen und Zertifizierungsverfahren sollen mehr Sicherheit garantieren.

Ab diesem Jahr sollen intelligente Stromzähler (Smart Meter) spezielle Sicherheitsanforderungen erfüllen. Wie diese Vorgaben aussehen, hat jetzt das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem Schutzprofil beschrieben. In den nächsten Wochen soll nun die EU-Kommission diese Vorgaben zusammen mit einer Technischen Richtlinie im Rahmen eines sogenannten Notifizierungsverfahrens offiziell verabschieden.

Eindeutige Standards und Sicherheitsvorgaben

Damit haben dann die Hersteller der Stromzähler eindeutige Vorgaben, welche Sicherheitsvorkehrungen und Standards die neuen Geräte beherrschen müssen. Frühestens in einigen Monaten wird es somit erste Modelle geben, die diese Vorgaben erfüllen werden. Erst dann könnte diese Technik auch in der Praxis von unabhängigen Experten detailliert untersucht werden. Für bereits eingebaute Geräte wird es Übergangsregelungen geben, wobei einige dieser Modelle durchaus gravierende Sicherheitslücken aufweisen.

Smart Meter in Neubauten bereits Pflicht

Die von Datenschutzexperten prognostizierte Sicherheitsproblematik durch Smart Meter ist bislang vor allem deshalb ausgeblieben, weil die intelligenten Stromzähler kaum nachgefragt werden. Der Einbau dieser Geräte ist mittlerweile Pflicht bei Neubauten und auch bei grundsanierten Gebäuden. Außerdem  müssen nach der jüngsten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes sowie den Vorgaben des EEG auch Haushalte mit besonders hohem Stromverbrauch (über 6.000 kWh) sowie Betreiber von Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 7 kW einen solchen Smart Meter nutzen. Andere Haushalte verwenden diese Technik jedoch bislang so gut wie gar nicht.

Schlagworte zum Thema:  Strom, Datenschutz, Energiewirtschaft

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