23.01.2013 | Persönliche Daten

Neue App verspricht besseren Datenschutz auf Android-Geräten

Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Neugierige Apps, die es auf die persönlichen Daten der Nutzer abgesehen haben, sorgten in den letzten Monaten immer wieder für Negativschlagzeilen. An der Universität Siegen haben Mitarbeiter und Studenten jetzt eine neue Software entwickelt, die Privatsphäre und Daten sicherer macht.

APEFS (Android Permission Filter System) heißt die neue App, mit der die persönlichen Daten auf Android-Geräten vor unerwünschten Zugriffen geschützt bleiben sollen. Entwickelt wurde die Software am Lehrstuhl Betriebssysteme und verteilte Systeme der Universität Siegen.

Die App ermöglicht es den Anwendern, einen Filter einzurichten, durch den verdächtige Anwendungen bzw. solche Apps, die bestimmte Berechtigungen anfordern, von vornherein gar nicht erst angezeigt und installiert werden können.

Gratis-Apps besonders neugierig

Vor allem bei den kostenlosen Android-Apps hatten Sicherheitsexperten zuletzt relativ viele Programme entdeckt, die sich sehr weitgehende Rechte einräumen ließen und  beispielsweise über den Zugriff auf Kontaktverzeichnis oder Standortdaten sehr viele Informationen über die Nutzer sammelten und diese Daten auch versenden konnten. Sogar Betrugsversuche, bei denen Apps sich Berechtigungen zum Versenden teurer Premium-SMS einräumen ließen, wurden bekannt.

Filter mit Google-Daten

Bei der Filterung der Apps greift APEFS auf Daten von Google Play zurück, dem zentralen App-Shop für die Android-Plattform. Aus den hier veröffentlichten Informationen zu den Apps werden die benötigten Daten zu den Berechtigungen extrahiert und dann über die Filtereinstellungen mit den Vorgaben der Nutzer abgeglichen. Diese bekommen dann nur noch die Apps angezeigt, mit deren Berechtigungen sie einverstanden sind.

Das Tool kann aber nicht erkennen, ob eine App die angeforderten Berechtigungen tatsächlich missbräuchlich nutzen will oder diese nur im regulären Betrieb benötigt. Es ist daher geplant, derartige Analysefunktionen in künftige Versionen der App zu integrieren.

Schlagworte zum Thema:  Smartphone, Persönliche Daten, Datenschutz, App

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