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Das Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungsgesetz setzt die Datenschutz-Grundverordnung zum 25. Mai 2018 in deutsches Recht um. Es wurde am 30.6. im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Im Mai 2018 steigt damit das Datenschutz-Haftungsrisiko für Unternehmen, aber auch für Manager, Mitarbeiter und Datenschutzbeauftragte persönlich. Hier Hinweise, wie die Verantwortlichen sich fit machen und alle notwendigen Maßnahmen umsetzen können.

Die Änderungen im Datenschutz durch die Datenschutz-Grundverordnung beherrscht sein vielen Monaten die Medien, doch gerade bei kleineren und mittelständischen Unternehmen gibt es dabei immer noch erhebliche Vorbereitungs- und Umsetzungs-Defizite. Zunehmend bieten daher nun Behörden oder auch IT-Firmen Informationen und Hilfestellungen an.

  • Countdown: Noch 10 Monate läuft die Umstellungsfrist, nach der die EU-Datenschutz-Grundverordnung in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Mai nächsten Jahres in Kraft treten wird.
  • Verstöße gegen das Datenschutzrecht werden für Unternehmen und die verantwortlichen Führungskräfte dann deutlich teurer als bisher.
  • Der Bußgeldrahmen wurde drastisch verschärft und auch die haftenden natürlichen Personen müssen mit Geldbußen bis zu 20 Millionen EUR rechnen.

IT-Entscheider mit Nachholbedarf bei der Datenschutzreform

Die Datenschutz-Neuregelungen sind bislang trotzdem immer noch nicht überall bekannt,

Nach einer Studie des IT-Unternehmens Kaspersky Lab haben immerhin 16 Prozent der IT-Entscheider in deutschen Unternehmen noch keine oder nur geringfügige Kenntnisse über die Datenschutz-Grundverordnung.

Nur Führungsspitze und Spezialisten sind informiert

Deutlich besser informiert sind demnach bereits die obersten Führungsebenen oder auch Mitarbeiter in den Rechts- und IT-Sicherheitsabteilungen. Gerade bei den Mitarbeitern, die täglich mit personenbezogenen Daten umgehen, gibt es also noch einigen Nachholbedarf. Durchgeführt wurde die Befragung von Arlington Research im April, wobei europaweit über 2.000 IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern befragt wurden.

Online-Angebote zur Info über Datenschutzgrundverordnung

Kaspersky Lab bietet daher spezielle Online-Angebote sowie ein Assessment-Tool an, mit denen auf einfache Weise über die Anforderungen und Auswirkungen der Gesetzesänderung informiert und beraten wird.

Neben einem kurzen Video zur Einführung gehört zu den Online-Hilfsangeboten auch ein herunterladbarer Leitfaden sowie ein einfaches Assessment-Tool, über das sich in wenigen Minuten herausfinden lässt, wie gut man bereits vorbereitet ist.

Datenschutz-Leitfaden der Datenschutzbehörden

Seit kurzem haben die Aufsichtsbehörden für den nicht-öffentlichen Bereich eine kompakte Orientierungshilfe für Unternehmen online gestellt, die zehn Punkte umfasst. In dem Leitfaden werden generelle und spezifische Themen behandelt, wie etwa:

  • Sensibilisierung für die Problematik
  • Durchführung einer Bestandsaufnahme
  • Prüfung der Rechtsgrundlagen
  • Umsetzung des Datenschutzes durch Voreinstellungen (Privacy by Design, Privacy by Default)
  • Überprüfung von Verträgen (insbesondere bei Auftragsdatenverarbeitung)

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Umfrage zeigt Lethargie

Nach einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom, für die knapp über 500 Datenschutzverantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern im Oktober 2016 befragt wurden, hatte fast die Hälfte sich noch nicht mit der Reform beschäftigt.

Einstieg über ein Online-Seminar

Ab Mai 2018 gilt die DS-GVO unmittelbar und ohne weitere Übergangsfrist in allen Mitgliedstaaten. Zugleich wird auch ein neues Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft treten.

In dem Online-Seminar:

Datenschutz-Grundverordnung und neues Bundesdatenschutzgesetz: Neue Anforderungen für Unternehmen

stellt 

  • der Referent Prof. Dr. Boris Paal
  • am Mi, 20.09.2017, 13:00 Uhr

die wichtigsten Änderungen im Datenschutz vor und gibt Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung auf die neue Rechtslage.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Datenschutz-Grundverordnung

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