| Was ist der Unterschied

Schmiergeld oder Schmiergeschenk?

Sind Schmiergeschenke auch Bestechung?
Bild: Haufe Online Redaktion

Schmiergelder können keine abzugsfähigen Betriebsausgaben sein, Schmiergeschenke schon. Doch auch hier gibt es Grenzen.

Üblicherweise ist Schmiergeld eine Zuwendung in Geld oder Geldeswert, das aufgewendet wird, um entweder den Empfänger zu einem als anstößig empfundenen Verhalten zu veranlassen oder sich für ein derartiges Verhalten erkenntlich zu zeigen.

Das anstößige Verhalten liegt darin, dass der Empfänger die Interessen derjenigen verletzt, zu deren Wahrung er entweder aufgrund eines Anstellungsvertrags oder sonst wie verpflichtet ist.

Zwischen Schmiergeschenk und Schmiergeld muss unterschieden werden

Durch sog. Zweck- oder Schmiergeschenke will sich der Zuwendende das Wohlwollen des oder der Empfänger sichern. Schmiergeschenke werden gewährt, weil sich der Geber dadurch Vorteile für seinen Betrieb erhofft.

Der Vorteil liegt in aller Regel in der erhofften Aufnahme von Geschäftsbeziehungen. Vom Empfänger wird also noch keine konkrete Gegenleistung erwartet. Es wird nur die Hoffnung damit verbunden, dass künftig Geschäftsbeziehungen zustande kommen werden.

Ist ein derartiges Schmiergeschenk gegeben, können die betreffenden Aufwendungen als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die 35-EUR-Obergrenze pro Jahr und Empfänger nicht überschritten wird.

Beispiele für Schmiergeschenke und wann diese als Betriebsausgaben abgezogen werden können, verrät Ihnen der Haufe-Beitrag Betriebsausgaben oder nicht?

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Schlagworte zum Thema:  Schmiergeld, Bestechung, Compliance, Betriebsausgaben, Geschenk, Korruption, Buchung

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