04.12.2014 | Ökobilanz

Wie umweltfreundlich sind Smartphonehersteller?

Smartphones und Tablets - große Unterschiede in Sachen Umweltfreundlichkeit.
Bild: bloomua - Fotolia

Wer Smartphones und Tablets herstellt, benötigt dafür viel Energie und viele kostbare Rohstoffe. Und auch eine Menge Chemikalien kommen zum Einsatz. Da bleibt der Umweltschutz schon mal auf der Strecke, wie Greenpeace kritisiert.

Die Umweltschutzorganisation wollte es genauer wissen und überprüfte 16 internationale Elektronikhersteller, u. a. Samsung, Lenovo und Apple, in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Untersucht wurden die Produkte an sich, die Lieferkette sowie die Produktion. Die Ergebnisse wurden von Greenpeace in einem Bericht veröffentlicht.

„Grün“ ist gut fürs Geschäft - auch für Smartphonehersteller

Seit 2005 fordert Greenpeace über Kampagnen und Untersuchungen ein besseres Umweltbewusstsein bei der technologischen Entwicklung von elektronischen Geräten. Auch die Hersteller haben mit den Jahren erkannt, dass „grün“ gut fürs Geschäft ist. Für manche ist es allerdings in erster Linie ein werbewirksames Versprechen und bei der Umsetzung hapert es.

Smartphonehersteller - die einen schweigen, die anderen versprechen...

Nicht immer geben die Firmen alle gefährlichen Inhaltsstoffe an, die sich in ihren Smartphones oder Tablets befinden. Andere, wie z. B. Samsung, kündigen dagegen den Verzicht auf die eine oder andere gefährliche Chemikalie an, machen aber noch nichts.

...wenige handeln

Apple geht dagegen mit gutem Beispiel voran und handelt. Das Unternehmen verbannte den Gefahrstoff Polyvinylchlorid (PVC) sowie bromierte Flammschutzmittel komplett aus allen seinen Geräten. Auch Nokia verzichtet bei seinen Handys darauf sowie RIM bei seinen Blackberry Smartphones.

Problematischer Posten in der Ökobilanz: hoher Energieverbrauch bei der Herstellung

Laut dem Bericht gibt es auch große Unterschiede beim Energieverbrauch bei der Herstellung. So stammt bei den meisten Produktionsanlagen in Ostasien der Strom aus Kohlekraftwerken, die die Luft enorm mit CO2-Emissionen belasten. Doch allmählich beginnen die Elektronikhersteller umzudenken und mehr und mehr Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung einzusetzen.

Auch bei der sozialen Verantwortung tut sich langsam etwas

Eine internationale Nachhaltigkeitszertifizierung scheint langsam das Verhalten der Hersteller zu verändern, offenbart aber auch nach wie vor massive Probleme bei der Wahrnehmung sozialer Verantwortung von Elektronikherstellern, mehr dazu hier.

Schlagworte zum Thema:  Umweltschutz, Gefahrstoff, Produktsicherheit, CSR, Soziale Verantwortung, Lieferantenkette, Lieferantenanalyse, Lieferantenbeurteilung

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