24.02.2016 | Rückrufaktion von Mars

Kleines Kunststoffteilchen mit großer Wirkung

Tausende von Supermärkten und Kioske sind von der Ruckrufaktion betroffen
Bild: Metro AG

Das Kunststoffteilchen war nur etwa einen halben Zentimeter groß. Trotzdem hat es nichts in einem Schokoriegel zu suchen. Der US-Süßwarenriese Mars startete in 59 Ländern eine Massenrückrufaktion.

Eine Kundin fand in einem Schokoriegel ein Kunststoffstück. Darauf wurde eine Monatsproduktion zurückgerufen. Darüber hinaus hat Mars sich bei den Käufern entschuldigt.

Rückrufaktion: Betroffen sind Mars, Snickers, Milky Way und Celebrations

Mars warnte seine Kunden vor dem Verzehr von Süßigkeiten der Marken Mars und Snickers sowie von einigen Produkten der Marken Milky Way und Celebrations. Erstickungsgefahr sei nicht auszuschließen. Neben Deutschland sind Dutzende Länder weltweit betroffen.

Kleines Kunststoffteilchen mit großer Wirkung

Es geht um Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 19. Juni 2016 und dem 8. Januar 2017. Die Süßigkeiten seien Anfang Januar bis Anfang Februar in den Niederlanden produziert worden, sagte ein Unternehmenssprecher.

Das Unternehmen wolle mit dem Rückruf seiner Verantwortung gegenüber den Kunden gerecht werden. Ein Mars-Sprecher in den USA erklärte auf dpa-Anfrage, man gehe von einem Einzelfall aus.

Über eine Datenbank werden die Informationen an alle EU-Staaten weitergeleitet. Da die betroffenen Riegel in den Niederlanden hergestellt worden waren, meldeten die dortigen Behörden die Informationen nach Brüssel.

Positive Einschätzung der Rückrufaktion von Mars

Ein Sprecher des Bundesernährungsministeriums in Berlin sagte auf dpa-Anfrage: "Nach alldem, was wir zum jetzigen Zeitpunkt wissen, sind die nötigen Maßnahmen, die für derartige Fälle vorgeschrieben sind, ergriffen worden."

Das Stückchen Plastik stamme von einem Deckel, mit dem eine Leitung abgeschlossen werde, zitierte der niederländische Sender NOS einen Mars-Sprecher. Wahrscheinlich sei beim Austausch einer Leitung etwas schief gegangen - möglicherweise sei dabei Plastik in Schokoriegel gelangt.

Wie genau das monierte Kunststoffteilchen in den Riegel gelangen konnte, werde noch untersucht, sagte der Sprecher. Zur Anzahl der betroffenen Produkte konnte Mars zunächst keine Angaben machen. Zurzeit werde ermittelt, inwieweit die betroffenen Süßwaren ausgeliefert worden seien und wo sie sich befänden.

Rückrufaktion - das sollten Sie beachten

Wenn ein Produkt zurückgerufen werden muss, kann das teuer werden. Wer dann routiniert handeln kann, bekommt das Problem schneller in den Griff und behält seine Kunden. Wie Sie hier vorgehen können beschreibt der Haufe-Beitrag "Rückrufaktion - das sollten Sie beachten".

Schlagworte zum Thema:  Rückruf, Produktsicherheit, Lebensmittel, Lebensmittelhandel

Aktuell

Meistgelesen