16.06.2014 | Rechtliche Gefahren

Vorsicht beim Umgang mit Online-Diensten

Online-Dienste können sehr weit gehen, damit sie an Ihre Daten kommen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Nicht nur Kinder und Jugendliche sind verrückt danach. Auch viele Erwachsene nutzen Online-Dienste, um sich zu verabreden oder um auf dem Laufenden zu sein. Das ist jederzeit und von überall mit einem Smartphone möglich. Dabei vergisst man schnell die Risiken dieser Kommunikationsform.

Fallen können sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verstecken. Mit einem Klick räumt man u. U. dem Onlinedienstleister Rechte ein, über die sich die wenigsten bewusst sind. Ausgenutzte Nutzer klagen bereits dagegen. Sie berufen sich darauf, dass ganze Passagen der AGB auf Englisch und deshalb nicht der in Deutschland gültigen Vertragsverhandlungssprache Deutsch entsprechen würden. Ein mühsamer Kampf.

Bei Missbrauchsverdacht von Online-Diensten Verbraucherzentrale oder Datenbeauftragte informieren

Als Einzelperson gegen Online-Dienste vorzugehen, ist schwierig, wenn der Firmensitz nicht in Deutschland liegt. Prozesskosten können enorm hoch werden. Verbraucherzentrale und Datenbeauftragte der Bundesländer sammeln deshalb Vorwürfe wegen Datenmissbrauchs. Ziel ist es, bald eine höchstrichterliche Rechtsprechung zu haben, die den Nutzern angemessenen Schutz bietet.

Vorsicht bei Online-Diensten mit urheberrechtlich geschütztem Material und Geschäftsgeheimnissen

  • Wer urheberrechtlich geschütztes Material oder Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht, ist dafür selbst verantwortlich.
  • Für Persönlichkeits-, mögliche Urheberrechte sowie Datenschutzvorgaben sind die Nutzer verantwortlich. Wer also ein Bild hochlädt, für das er keine Urheberrechte hat, haftet bei Rechtsansprüchen des Urhebers.

WhatsApp: Alle Rechte gehen gebührenfrei an den Online-Dienst

Zurzeit stimmt der Nutzer mit Vertragsabschluss auch den AGB zu, und das bedeutet:

  • Wer WhatsApp nutzt, überträgt alle Rechte seiner Kommunikation gebührenfrei an das Unternehmen.
  • WhatsApp kann alle Inhalte also auch Bilder usw. ohne Einschränkung in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreiten.
  • Das Unternehmen kann die ihm eingeräumten Rechte auf Dritte übertragen oder als Lizenz verkaufen.
  • Seine Rechte abgeben bedeutet auch, dass – alle – WhatsApp-Nutzer auf jeden Inhalt zugreifen können, der über WhatsApp verbreitet wird.
  • Zudem darf das Unternehmen auf die Kontaktlisten und Adressbücher von jedem Nutzer zugreifen.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Datensicherheit, Datenschutz, IT-Sicherheit, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), Haftung

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