| Problem Führungskultur

Vom Abgasskandal zum Volkswagen-Symptom?

Was können wir aus dem VW-Skandal lernen?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Überheblich, mit Realitätsverlust und nicht kritikfähig, so lautet das harte Urteil für viele Manager in einer Studie, die von der Süddeutschen Zeitung in Auftrag gegeben wurde. Ist die Führungskultur in Deutschland der Grund für viele Compliance-Verstöße trotz bestehendem Compliance-Managementsystem?

"Tatsächlich lassen sich die Missstände, die VW in die Krise stürzten, auch in vielen anderen deutschen Unternehmen beobachten", so das Fazit in dem Beitrag "Führungskultur - Wolfsburger Zustände überall" in der SZ online.

Problem Führungskultur: Vom Abgasskandal zum Volkswagen-Symptom?

308 deutsche Unternehmensberater wurden befragt. Diese sprechen sogar davon, "dass es in der deutschen Wirtschaft "einen Trend zu unmoralischerem Verhalten" gibt". Dann hilft natürlich auch das beste Compliance-Managementsystem nichts.

Führungskultur, die Compliance unterstützt

Eine Kultur der Kritik und Widerspruch sollte explizit erwünscht und unterstützt werden und zwar auch und gerade gegenüber der obersten Spitze eines Unternehmen. Oder wie es ein Unternehmensberater laut SZ online ausdrückte: "Wenn keine Kultur gelebt und vorgelebt wird, dann kann man auch keine Kultur erwarten."

Compliance-Kultur heißt: Beschwerden sind mehr als unliebsame Unmutsäußerungen

Compliance-Krisen, wie der VW-Skandal, zeigen, dass wichtige Informationen im Unternehmen bereits vorher bekannt waren aber nicht angesprochen oder wahrgenommen werden wollten.

Zu einer guten Compliance-Kultur gehört, dass ernst gemeinte Beschwerden - extern wie intern - auch ernst genommen werden. Mehr dazu lesen Sie in dem Haufe-Beitrag: "Compliance-Kultur: Beschwerden - mehr als unliebsame Unmutsäußerungen".

Schlagworte zum Thema:  Führungskultur, Compliance-Kultur, Gesunde Führung, Volkswagen

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