23.09.2014 | Korruptionsprävention

Weltweiter Standard durch ICC-Leitlinien

Neue Leitlinie für den Umgang mit Geschenken
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Geschäftsessen in China oder eine Einladung zur Fußballweltmeisterschaft – gute Geschäftsbeziehungen lassen sich auf vielfältige Art pflegen. Doch sind diese Aufmerksamkeiten immer angemessen oder soll damit etwas Bestimmtes erreicht werden? Für mehr Sicherheit im Umgang mit Geschenken und Einladungen hat die Internationale Handelskammer (ICC) neue Leitlinien herausgebracht.

Im eigenen Land kennt man die Gepflogenheiten und weiß, was richtig ist. Doch andere Länder, andere Sitten. Oft auch ein anderer Umgang mit Geschäftspartnern. Da ist es dann gar nicht mehr so einfach zu entscheiden: Passt das noch? Um die Mitarbeiter und das Unternehmen vor Korruptionsvorwürfen zu schützen, sind eindeutige Regeln notwendig. Die ICC-Leitlinien bieten hierfür eine Grundlage.

Kulturelle Gepflogenheiten und geltendes Recht beachten

Die Leitlinien sind in drei Kapitel unterteilt. In der Einführung geht es darum, dass Geschenke und Einladungen anzubieten oder anzunehmen nicht grundsätzlich verboten ist. Zu berücksichtigen sind allerdings die Lebensstandards und kulturellen Gepflogenheiten eines Landes ebenso wie das geltende Recht auf internationaler, regionaler und nationaler Ebene.

Mitarbeiter und Geschäftspartner über Compliance-Regeln informieren

Unternehmensinterne Compliance-Regeln können z. B. strenger sein, als die Vorgaben im Land des Geschäftspartners. Dann ist es wichtig, dass nicht nur der eigene Mitarbeiter diese Regeln kennt, sondern dass sie auch dem Geschäftspartner mitgeteilt werden, damit es zu keinen Missverständnissen kommt.

Schlüsselbegriffe näher erklärt

Im zweiten Kapitel werden die Begriffe, die in der ICC-Leitlinie Schlüsselwörter sind wie z. B. Geschenk, Gastfreundschaft, Annehmlichkeit, das Unternehmen, Grundsätze und Leitlinien, näher beschrieben. Diese Definitionen und Abgrenzungen sind für ein eindeutiges Verständnis weltweit notwendig, vor allem auch, da die Leitlinien bisher nur auf Englisch veröffentlicht sind.

15 Leitlinien mit Angaben von Beispielen

Den größten Teil der Broschüre nehmen die 15 Leitlinien an sich ein. Fast schon selbstverständlich klingt der Hinweis, dass einfache Werbegeschenke wie Kugelschreiber, T-Shirts, Becher oder Kalender, versehen mit dem Firmenlogo unproblematisch sind. Ganz anders sieht es dagegen mit Geldgeschenken, Gutscheinen oder Eintrittskarten, kostenlosen Dienstleitungen oder Prepaid-Karten aus. Diese sollten besser nicht angeboten oder angenommen werden.

Schlagworte zum Thema:  Korruption, Geschenk, Leitlinien

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