Korruptionsindex

Der Internationale Korruptionsindex (CPI) analysiert jedes Jahr die weltweite Rangliste der Korruption. Deutschland steht auf dem zwölften Platz.

Was ist der Korruptionsindex: Eine Definition

Der Korruptionswahrnehmungsindex wird auch Internationaler Korruptionsindex oder Bestechungsindex genannt.  International gilt: Corruption Perception(s) Index (CPI), genannt. Seit 1995 wird er von Transparency International geführt. Diese ist eine Nichtstaatliche Organisation.

Der CPI listet Länder nach dem Grad auf, in dem dort Korruption bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommen wird. Dabei werden verschiedene Umfragen und Untersuchungen verarbeitet, die von mehr als zehn unabhängigen Institutionen durchgeführt werden und die Geschäftsleute, Länderanalysten sowie Umfragen mit Experten im In- und Ausland berücksichtigen. Der Index geht von 0 bis 100, wobei 100 die geringste Wahrnehmung von Korruption anzeigt, also das beste Ergebnis.

2017 wurden 180 Länder und Territorien untersucht. Die Mehrheit der Staaten erzielen keine oder zu wenig Fortschritte im Kampf gegen Korruption. Insbesondere Länder mit niedrigem Schutz für Presse- und Nichtregierungsorganisationen weisen tendenziell ein hohes Korruptionsniveau auf. Neuseeland (89 Punkte) steht an erster Stelle, Südsudan (12 Punkte) und Somalia (9 Punkte) rangieren auf den letzten Plätzen. In den letzten sechs Jahren haben mehrere Länder wie Senegal und Großbritannien ihre Punktzahl deutlich verbessert, während sich Länder wie Syrien, Jemen, aber auch Australien, verschlechtert haben. In mehr als zwei Drittel der untersuchten Länder wurde ein hohes Korruptionsniveau mit einem Punktwert unter 50 Punkten festgestellt.

Korruptionsindex Deutschland

Nach dem CPI 2017 steht Deutschland an 12ter Stelle mit 81 Punkten. Deutschland stagniert seit einigen Jahren im Korruptionswahrnehmungsindex und fiel 2017 im internationalen Vergleich sogar um zwei Plätze zurück.

Transparency International Deutschland e.V. (kurz: "Transparency Deutschland") gilt als gemeinnützige und politisch unabhängige Institution, die sich einsetzt für die Bekämpfung und Eindämmung der Korruption. Transparency Deutschland wurde 1993 gegründet und hat über 1200 Mitglieder, die ehrenamtlich in Arbeits- und Regionalgruppen organisiert sind. Thematisch orientierte Arbeitsgruppen dienen als Foren für den inhaltlichen Austausch und die Entwicklung neuer Positionen und Forderungen.

Transparency International Deutschland e.V. ist auch Träger der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, die mittlerweile über 1.000 Unterzeichnerorganisationen umfasst. Es wurden zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte.

Gemäss Bundeslagebild des BKA gab es in Deutschland 2017 25 Prozent weniger Straftaten als 2016, nämlich 4.894, Die Anzahl der mit diesen Korruptionsstraftaten unmittelbar zusammenhängenden Straftaten, sog. Begleitdelikte, stieg um ca. 33 Prozent auf 3.681 an. Auch die Anzahl der Tatverdächtigen ist um 15 Prozente auf 2.939 gestiegen. Insgesamt wurden 291 Mio. Euro Schaden angerichtet, 137 Prozent mehr als 2016. Der bevorzugte Zielbereich war die öffentliche Verwaltung.

Korruptionsindex Europa

Europa schneidet auf dem CPI gut ab. Dänemark ist auf dem zweiten Platz mit 88 Punkten, Finnland und die Schweiz (85 Punkte) auf dem dritten. Auf den ersten 12 Plätzen befinden sich 9 Europäische Länder. Frankreich landete auf dem 23. Platz, Italien ist auf dem 54. Platz eines der problematischsten Länder, noch schlechter platziert sind Kroatien und die Ukraine.

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