| Produktsicherheit

Hormonell wirksame Stoffe in Kosmetika

Hormone haben in Kosmetik nicht zu suchen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Erfreulich ist, dass der Anteil der belasteten Produkte abnimmt. In knapp einem Drittel der Kosmetikartikel stecken aber immer noch hormonell wirksame Chemikalien. Mit ToxFox können Verbraucher prüfen, ob ein Produkt solche schädlichen Stoffe enthält.

Die sinkenden Zahlen sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht jedes Unternehmen weniger hormonell wirksame Chemikalien einsetzt. So ist bei den Produkten von Procter & Gamble die Belastung von 46 auf 48 % gestiegen. Und auch bei Henkel wurde ein leichter Anstieg verzeichnet.

Neu erfasste Produkte nur noch zu 18 % mit hormonell wirksamen Stoffen belastet

Durchschnittlich um rund 3 % hat sich der Anteil der Kosmetikprodukte mit hormonell wirksamen Chemikalien wie Parabenen oder dem UV-Filter Ethylhexyl Methoxycinnamte verringert.

Doch immer noch 27 % der Produkte sind belastet. Dass der Trend jedoch weiter abnehmend ist, zeigt sich daran, dass von den 21.000 neu erfassten Produkten nur noch 18 % hormonell wirksame Stoffe beinhalten.

Je mehr Produkte hormonell wirksame Stoffe enthalten, desto größer ist das Risiko

Jeder benutzt täglich mehrere Körperpflegeprodukte wie Duschgel, Shampoo, Haut- und Handcreme, Köperlotion, Rasierschaum oder Lippenstift. Je mehr dieser Produkte hormonell wirksame Stoffe enthalten, desto größer ist das Risiko, sich einer schädlichen Menge auszusetzen.

Hormonell wirksame Chemikalien können den menschlichen Entwicklungsprozess stören

Hormonell wirksame Chemikalien ähneln körpereigenen Hormonen und können z. B. den menschlichen Entwicklungsprozess stören. Eine gefährliche Wirkung kann sich z. B. für Babys oder Pubertierende ergeben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich bereits bei bis zu 40 % der jungen Männer die Qualität und Anzahl der Spermien durch hormonelle Störungen verringert haben.

Kosmetikartikel im Internet oder auf dem Smartphone überprüfen

Der BUND hat 2013 ToxFox an den Start gebracht. Damit lassen sich im Internet oder auf dem Smartphone mit der entsprechenden App Kosmetikartikel auf hormonell wirksame Inhaltsstoffe überprüfen.

Schlagworte zum Thema:  Hormone, Produktsicherheit, Kosmetik

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