17.04.2015 | Heckler & Koch

Negativ-Schlagzeilen reißen nicht ab

Bild: Haufe Online Redaktion

Heckler & Koch hat ein echtes Imageproblem. Derzeit muss die Waffenschmiede aus Oberndorf mit dem Vorwurf kämpfen, ihr Sturmgewehr G36 sei nicht treffsicher. Doch "Heckler & Koch ist gefühlt ständig in den Negativschlagzeilen".

Das meint zumindest Dorothee Diehm von der IG Metall. Denn es ist nicht das erste Mal, dass der baden-württembergische Waffenproduzent unter Beschuss ist.

Mehrmals wurde Heckler & Koch verdächtigt, illegal Waffen in Krisenregionen zu liefern

Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen im Fall Libyen zwar ein. Derzeit ermittelt die Behörde aber noch wegen möglicher illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko. Auch von Bestechungsversuchen ist die Rede.

Auch interne Angelegenheit sorgen für negative Schalgzeilen

Zuletzt sorgte das Unternehmen zudem mit einem Rechtsstreit in der Führungsetage für Aufmerksamkeit: Der langjährige H&K-Chef Niels Ihlhoff wurde Anfang des Jahres seines Amtes enthoben. Zu den Hintergründen schweigt der Hersteller, der seine Türen generell lieber verschlossen hält.

Die G36-Affäre könnte Heckler & Koch teuer zu stehen kommen

Die Firma ist"«hoch abhängig vom Bund" und muss wegen der Debatte um G36 neben einem Image- auch einen beträchtlichen finanziellen Schaden fürchten.

Dass bereits Schadensersatzforderungen gegen den Hersteller geprüft werden, dementierte das Verteidigungsministerium zuletzt zwar. Ressortchefin Ursula von der Leyen (CDU) schloss allerdings nicht aus, dass die rund 167 000 G36-Exemplare, die noch von der Bundeswehr genutzt werden, aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Das Unternehmen selbst wehrt sich indes vehement gegen die Vorwürfe mangelnder Treffsicherheit und Qualität. Es wirft dem Ministerium Rufschädigung und Kreditgefährdung vor - und fordert Ermittlungen des Bundeskriminalamts.

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Schlagworte zum Thema:  Waffe, Schadensersatz, Image

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