10.09.2014 | Genehmigung durch Kartellamt

Westfälische Nachrichten dürfen Münstersche Zeitung übernehmen

Die Münstersche Zeitung gehört bald den Westfälischen Nachrichten.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ausnahmsweise, betont das Kartellamt, darf die Zeitung Westfälische Nachrichten die Münstersche Zeitung übernehmen. In dem Fall handelt es sich um eine "Sanierungsfusion".

Dies gelte, wenn einem Unternehmen sonst die Insolvenz bevorstehe, seine Marktposition ohnehin dem Konkurrenten zufallen würde und es keine anderen Kaufinteressenten gebe.
Genehmigung durch Kartellamt erfolgt wegen Sanierungsfusion

der Eigentümer der Westfälischen Nachrichten, der Aschendorff Verlag aus Münster, kommt mit dem Geschäft einer Alleinstellung in Münster sehr nahe, erklärten die Wettbewerbshüter. Dennoch sei die Übernahme ausnahmsweise freizugeben.

Groß schluckt klein - Kaufpreis unbekannt

Die Münstersche Zeitung mit ihren drei Lokalausgaben Münster, Steinfurt und Greven und einer Auflage von 19 500 Exemplaren beschäftigt 75 Mitarbeiter, die nach einer Mitteilung der Verlage von Anfang August übernommen werden sollen.

Die Westfälischen Nachrichten sind mit einer Auflage von zuletzt 115 800 Exemplaren Münsters größte Tageszeitung. Eigentümer der Münsterschen Zeitung ist das Dortmunder Medienhaus Lensing mit den Ruhr Nachrichten als Flaggschiff. Zum Kaufpreis hatten beide Verlage keine Angaben gemacht.

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Schlagworte zum Thema:  Kartellverstoß, Übernahme, Kartellamt, Kartellrecht, Kartell

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