08.04.2016 | Serie Compliance-Verantwortlicher: Funktion, Aufgaben, Schwerpunkte

Der Vollzeit-Compliance-Officer ist eher die Ausnahme

Serienelemente
Compliance - eigentlich ein Fulltime-Job
Bild: MEV-Verlag, Germany

Zwar hat fast die Hälfte der Unternehmen ihre Compliance-Ressourcen in den letzten Jahren erhöht, doch leistet sich nicht einmal ein Drittel der Befragten einen Vollzeit-Compliance-Beauftragten. Entsprechend schwer ist es für die zuständigen Mitarbeiter, ihr Standing zu behaupten.

Compliance ist ein Thema, für die Verantwortlichen aber kein Fulltimejob – das gilt für mehr als zwei Drittel der Großunternehmen in Deutschland, wie eine repräsentative Umfrage des CMS Compliance-Barometers 2015 im Auftrag der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland ergab.

Vollzeit-Compliance-Beauftragte nach wie vor eher die Ausnahme

Den Luxus von Vollzeit-Compliance-Beauftragten oder gar ganzen Compliance-Abteilungen leisten sich vor allem die großen Konzerne, während Compliance für die Verantwortlichen im Mittelstand eher selten die berufliche Hauptaufgabe ist.

Bei letzteren ist diese Sparsamkeit meist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck der Unternehmenspolitik – so ist bei 41 Prozent der Befragten die personelle und finanzielle Compliance-Ausstattung in den vergangenen Jahren auf gleichem Niveau geblieben.

Fehlende Ressourcen werden zum Teil durch externe Compliance-Berater aufgefangen

Obwohl knapp die Hälfte (47 %) der Unternehmen die entsprechenden Ressourcen sogar erhöht hat, halten nur 42 % der Compliance-Fachleute den momentanen Zustand für optimal.

Weil interne Manpower und internes Know-how zur Bewältigung der anfallenden Aufgaben nicht ausreichen, lassen sich denn auch mehr als die Hälfte, abhängig vom Sachverhalt bis zu 80 %, der Unternehmen von externen Experten unterstützen.

Compliance-Beauftragter ist eine Querschnittsaufgabe

Compliance-Verantwortliche kommen aus recht unterschiedlichen Unternehmensbereichen und sind oft der Rechtsabteilung, dem Controlling, dem Risikomanagement oder der Revision angegliedert.

Etwa die Hälfte der Compliance-Mitarbeiter hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund, ein Drittel sind Juristen. Doch eigentlich spielt der Background eine untergeordnete Rolle.

Das Know-How im Bereich prozessorientiertes Management ist ausschlaggebend

Wichtig für den Aufbau eines funktionsfähigen Compliance-Managements ist das Know-How in Sachen prozessorientierte Managementsysteme.

Problematisch kann es werden, wenn operatives Risikogeschäft und Compliance-Verantwortlichkeiten nicht klar voneinander getrennt werden. Zu Kontrolldefiziten kommt es andererseits auch, wenn bestehende Abteilungen nicht oder nur unzureichend verzahnt sind.

CMS Compliance Barometer 2015

Für den Compliance Barometer 2015 wurden Compliance-Verantwortliche aus 175 großen Unternehmen (mindestens 500 Mitarbeiter) anonym und repräsentativ vom renommierten Marktforschungsinstitut Ipsos befragt. Grund für die Konzentration auf die Großen ist die Annahme, dass die Entwicklung der Compliance hier gleichsam seismografisch und als Triebfeder für die gesamte Wirtschaft gesehen werden kann.

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