20.05.2015 | Datensicherheit

Datenschutzbeauftragte warnen vor Nutzung von Windows XP

Datenschutzbeauftragte warnt: Mit Windows XP vor Angriffen nicht mehr ausreichend geschützt
Bild: Haufe Online Redaktion

Seit mehr als einem Jahr gibt es von Microsoft keinerlei Updates mehr für Windows XP und auch sicherheitsrelevante Schwachstellen werden somit nicht mehr behoben. Die Datenschutzbeauftragte aus Brandenburg warnt daher vor der weiteren Nutzung dieses Systems und empfiehlt eine Überprüfung aller verwendeten Betriebssysteme.

Als „Zeitbombe“ für die Sicherheit der Daten bezeichnet die brandenburgische Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge die Verwendung von Rechnern mit veralteten Betriebssystemen in einer Stellungnahme.

Besonders riskant für Behörden und Unternehmen

Vor allem in Behörden und für den Datenschutz im Unternehmen sei die Nutzung dieser Plattformen besonders riskant, denn selbst wenn nur ein einzelner von vielen Rechnern mit einem solch unsicheren Betriebssystem laufe, könne durch diese Schwachstelle das gesamte Netz gefährdet werden.

XP als Schwachstelle

Besonders riskant ist nach Meinung der Datenschutzbeauftragten die Nutzung von Windows XP, dessen Support bereits vor über einem Jahr eingestellt wurde. Trotz der entsprechenden Warnungen vor den Risiken durch nicht mehr behobene Schwachstellen werde dieses System jedoch immer noch häufig eingesetzt.

Auch Anwendungen sind unsicher

Dabei geht nicht nur allein vom Betriebssystem eine Gefahr aus, auch die Hersteller anderer Software-Produkte für diese Plattformen stellen üblicherweise den Support für ihre Anwendungen ein, wenn das Betriebssystem nicht mehr aktualisiert wird. Die betroffenen Rechner und die hier gespeicherten Daten sind daher vor Angriffen nicht mehr ausreichend geschützt.

Vor Angriffen nicht mehr ausreichend geschützt

Durch derartige Angriffe geraten daher auch die hier gespeicherten Daten in Gefahr und es droht somit ein Missbrauch dieser Daten. Insbesondere Rechner mit Außenkontakt sind nach Ansicht der Datenschützerin besonders gefährdet und mitunter reiche es aus, diese Rechner mit anderen PCs zu verbinden, externe Datenträger anzuschließen oder sie mit dem Internet zu verbinden, um Angriffe auf diese Geräte und die gespeicherten Daten zu ermöglichen.

Behörden und Unternehmen sollen auf aktuelle Systeme umsteigen

Hartge fordert daher alle Behörden und Unternehmen in Brandenburg dazu auf, die verwendeten Betriebssysteme zu überprüfen. Vor allem wenn auf den Rechnern personenbezogenen Daten verarbeitet und gespeichert werden,  müsse unbedingt ein Umstieg auf ein aktuelles Betriebssystem erfolgen, um das notwendige Sicherheitsniveau zu ermöglichen und unnötige Risiken zu vermeiden.

Weitere Warnungen

Eine ähnliche Warnung hatte erst vor wenigen Wochen der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix ausgesprochen, nachdem im März bekannt geworden war, dass allein in Berliner Behörden zu dieser Zeit noch über 28.000 PCs mit dem veralteten Windows ausgestattet waren. Besonders oft kamen die  unsicheren Rechner in der Finanzverwaltung (mehr als 9.000 PCs) und den Justizbehörden (mehr als 2.100 PCs) zum Einsatz.

Vgl. zu dem Thema auch:

Digitale Sorglosigkeit weit verbreitet

Meldepflicht bei IT-Angriffen

Cyberangriffe Studie

Schlagworte zum Thema:  Datensicherheit, Datenschutzbeauftragter

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