05.09.2016 | Datenschutz bei Notebooks

Blickschutzfilter soll heimliche Mitleser aussperren

Vorsicht Datenklau! Beim Arbeiten mit dem Notebook in der Öffentlichkeit
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Arbeiten am Notebook an öffentlichen Orten gehört schon seit langem zu den Selbstverständlichkeiten des modernen Arbeitslebens. Doch hiervon gehen erhebliche Risiken in Sachen Datenschutz aus, z. B. wenn andere Personen mitlesen. Jetzt gibt es Notebooks mit eingebautem Blickschutz.

Visual Hacking nennt man das Ausspähen sensibler Daten durch Ablesen von Informationen direkt vom Display eines Rechners. Vor allem mobile Anwender, die häufiger Dokumente mit sensiblen Informationen bearbeiten, müssen sich beispielsweise im Zug oder Flugzeug oder auch im Café vor derartigen Angriffen allzu neugieriger Sitznachbarn schützen.

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Zuschaltbarer Blickschutzfilter erhöht Datenschutz bei Notebooks

Eine neue Lösung für einen integrierten Blickschutz hat jetzt Hewlett-Packard vorgestellt und wird ab September verfügbar sein: HP Sure View. Das System wurde von HP zusammen mit 3M entwickelt. Zum Aktivieren des Blickschutzes reicht ein einfacher Tastendruck aus.

Dadurch wird das sichtbare Licht außerhalb des Blickwinkels um 95 Prozent reduziert, sodass für nebenstehende Personen keinerlei Bildschirminhalte mehr erkennbar sind. Wird der Schutz nicht mehr benötigt, lässt sich der Filter ebenso einfach wieder abschalten und das Notebook lässt sich dann direkt wieder konventionell nutzen, sodass auch Bildschirminhalte wieder mit anderen Personen geteilt werden können.

Blickschutzfilter für Notebooks gibt es schon

Bislang gibt es dazu nur relativ unbequem zu nutzende Lamellen-Blickschutzfolien, die der Nutzer manuell auf das Display aufbringen muss. Mit diesen Filtern wird der seitliche Blickwinkel so stark reduziert, sodass nur der direkt vor dem Display befindliche Anwender den Bildschirminhalt noch lesen kann, während von der Seite betrachtet auf dem Display nichts mehr zu erkennen und somit ein Mitlesen der angezeigten Inhalte nicht mehr möglich ist.

Bereits vor etlichen Jahren hatten Toshiba und LG ähnliche Techniken entwickelt. Die hatten sich auf dem Markt jedoch nicht dauerhaft durchsetzen können.

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Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Laptop

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