| Corporate Social Responsibility

Mittelstand könnte gezielter vorgehen

Corporate Social Responsibility ist mehr als die jährliche Spende für die freiwillige Feuerwehr.
Bild: Haufe Online Redaktion

Spenden, sponsern, stiften ist einfach, aber in seiner Wirkung begrenzt. Gerade mittelständische Unternehmen engagieren sich immer wieder, ohne sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Dabei schließen sich verantwortliches Handeln und betriebswirtschaftliche Interessen nicht aus.

Beliebt bei alteingesessenen Familienunternehmen ist, z. B. örtliche Vereine, soziale Einrichtungen oder Schulen mit Spenden zu unterstützen. Doch wenn es um gesellschaftliche Verantwortung geht, ist das Spektrum der Möglichkeiten viel größer. Denn unter den Begriff Corporate Social Responsibilty (CSR) fällt alles Engagement im sozialen, ökologischen und ökonomischen Sinne, und zwar sowohl im eigenen Unternehmen als auch nach außen.

Beispiele für CSR-Maßnahmen

  • Die Beleuchtung auf Energiesparlampen umstellen, um im Betrieb weniger Energie zu verbrauchen.
  • Mitarbeiter übertariflich bezahlen.
  • Flexible Arbeitszeiten einführen.
  • Projekte und Praktika zusammen mit ansässigen Schulen durchführen.
  • Kleinbauern in benachteiligten Ländern unterstützen und schulen.

Corporate Social Responsibility - ein Gewinn für beide Seiten

Wichtig ist, dass Unternehmen bei ihrem Engagement gezielt vorgehen. Maßnahmen, die zum Unternehmen passen, wirken am nachhaltigsten.

Baut ein Solarzellenhersteller Photovoltaikanlagen in einem Land auf, in dem die zentrale Energieversorgung mangelhaft ist, haben die Bewohner des Landes etwas davon und der Unternehmer. Für ihn erschließt sich vielleicht sogar ein neuer Markt.

Soziale Verantwortung - große Unternehmen geben den Druck an die Zulieferer weiter

Bei Großkonzernen gehört Corporate Social Responsibility zum Tagesgeschäft. CSR-Beauftragte oder ganze Abteilungen kümmern sich darum, dass in unterschiedlichen Bereichen nachhaltig gewirtschaftet wird.

Und sie veröffentlichen ihr Engagement in Berichten und Werbeaktionen. Denn die Kunden hinterfragen zunehmend kritisch das Verhalten der Hersteller und Dienstleister. Um noch besser dazustehen, verlangen die Konzerne auch von ihren mittelständischen Zulieferern immer öfter gezieltes Engagement im Bereich Corporate Social Responsibility.

Die soziale Verantwortung endet nicht am Werkszaun

Jedes Unternehmen ist abhängig von Zuliefer- oder Dienstleistungen. Endet die Pflicht, dass die Beschäftigten sicher und gesund arbeiten können an den eigenen Werkstoren? Oder gibt es auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern der Zulieferer? Lesen Sie hier. Mehr zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  CSR, Corporate Governance, Soziale Verantwortung, Nachhaltigkeitsmanagement

Aktuell

Meistgelesen