| Und die Moral von der Geschicht...

Compliance ist mehr als Regeln einhalten

Der Faktor Mensch wird beim Compliance-Management oft vergessen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Unternehmen, für die Compliance nicht mehr heißt als "Einhaltung von Gesetzen und der unternehmensinternen Regeln", werden nicht von Skandalen bewahrt bleiben. Rechtsanwältin Kathrin Niewiarra bringt's im Interview auf ZEIT online auf den Punkt: Es braucht die "moralische Dimension".

Compliance-Verstösse werden dauerhaft nur verhindert, wenn das Compliance-Managementsystem eines Unternehmens "sowohl die rechtliche Perspektive als auch die allgemein akzeptierten ethischen Normen und moralischen Grundsätze umfasst" unterstreicht Niewiarra.

Compliance ist mehr als Regeln einhalten

"Es kommt auf die Unternehmenskultur an. Werte wie Integrität müssen vorgelebt und Teil der geschäftlichen Abläufe werden" so Niewiarra. Technische und ökonomische Kompetenz allein reicht daher bei Führungskräften nicht, mindestens genauso wichtig sind die soziale und moralische Kompetenz.

"Wir brauchen im Unternehmensalltag wieder mehr den ehrbaren Kaufmann. Darauf sollte bereits bei Einstellungsgesprächen und Assessments geachtet werden. Allerdings muss die Führungskraft dann auch die Möglichkeit haben, ihre Werte leben zu können" betont die Rechtsanwältin. Wie man das schafft erklärt Niewiarra im Interview auf ZEIT online.

Nur, wenn in deren Köpfen eine nachhaltige Unternehmenskultur fest verwurzelt ist, hat Compliance auf Dauer eine Chance.

Schlagworte zum Thema:  Compliance-Kultur, Compliance-Organisation

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