| Code of Conduct

Was hat das mit Aristoteles zu tun?

Der positive Einfluss durch Mitarbeiter ist der Garant, das Compliancekultur gelebt wird
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Compliance und Code of Conduct - wer in Unternehmen die Diskussion anregt, die richtige Einstellung fördert und das entsprechende Handeln wertschätzt, kann aus den Begriffen eine gelebte Unternehmenskultur entstehen lassen.

Wenn es um Rechtskonformität geht, denken die meisten an Vorschriften und den „erhobenen Zeigefinger“. Anders sieht das der promovierte österreichische Philosoph Leo Hetesberger, der Compliance und den Code of Conduct (CoC) mit der Lehre Aristoteles vergleicht. Laut Aristoteles strebe der Mensch nach Glückseligkeit u. a. durch sittliches Handeln. Dabei sei auch wesentlich, dass der Mensch stets seine gute Seite zeigen möchte.

Frei nach Aristoteles: Tue Gutes und werde dadurch glücklicher

In der Gemeinschaft, also auch unter Arbeitskollegen, richtet sich das Verhalten des Einzelnen nach den Regeln der Umwelt. Wer die entsprechenden Verhaltensregeln einhält, erfährt Anerkennung und eine positive Stärkung des Selbstbildes.

Code of Conduct als Basis einer Compliancekultur

In seiner philosophischen Betrachtung zum Code of Conduct, als Basis einer Compliancekultur, nennt Hetesberger folgende Aspekte, die dazu beitragen, damit Compliance im Unternehmen nachhaltig umgesetzt wird:

  • Der Einzelne braucht Zeit und Muße um darüber nachzudenken, was gutes Leben im Unternehmen für ihn bedeutet.
  • Komplizierte Begriffe wie Compliance oder Code of Conduct müssen entsprechend des persönlichen Auffassungsvermögens der Mitarbeiter heruntergebrochen und kommuniziert werden.
  • Alle Vorschriften haben einen ethischen Hintergrund.
  • Die Zustimmung aus der Umwelt legitimiert eine persönliche Verhaltensweise.
  • Bevor ein Code of Conduct veröffentlicht wird, muss zunächst die positive Einstellung dazu vorhanden sein bzw. entwickelt werden.
  • Der Code of Conduct sollte die Zusammenfassung von Bekanntem und Vertrautem sein.
  • Die Regeln sollten aus einer gemeinsamen Handlungstradition entwickelt werden.
  • Statt vieler komplizierter sind wenige „goldene Regeln“ sinnvoller.
  • Die Verankerung des Code of Conduct sollte im Dialog stattfinden.
  • Eine vertrauensvolle Umgebung lässt Fragen, Widersprüche und Diskussionen zu.

Die Begriffe Code of Conduct und Compliance sollten positiv besetzt sein

Unternehmen, die dafür sorgen, dass Regeln gelebt werden (können), fördern damit die Zusammenarbeit und sichern die persönliche Integrität des Einzelnen, so Hetesberger.

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Schlagworte zum Thema:  Code of Conduct, Compliance-Kultur, Compliance-Organisation, Compliance, Compliance-Management

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