20.11.2014 | Allgemeines Gleichstellungsgesetz

Nachbesserung notwendig

Der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt für alle Arbeitnehmer
Bild: John Foxx Images

Es heißt zwar Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG), doch es greift nicht überall. Schaut man sich zum Beispiel das öffentliche Bildungswesen an, zeigt sich, dass Migrantenkinder oder behinderte Kinder noch immer benachteiligt werden. Doch auch im Berufsleben kommt es oft zu Diskriminierungen.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes fordert, dass das Allgemeine Gleichstellungsgesetz nachgebessert wird, damit eine Chancengleichheit auch wirklich gegeben ist. Denn es zeigt sich, dass Migranten und Menschen mit Behinderungen deutlich weniger verdienen.

Diskriminierung ist in deutschen Betrieben kein Einzelfall

Als zweiten Punkt, wo das Gesetz nicht ausreichend sei, nennt die Antidiskriminierungsstelle die so genannte mehrdimensionale Benachteiligung. Laut Gesetz darf niemand wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion oder Weltanschauung, seiner Behinderung, seines Alters oder seiner sexueller Identität benachteiligt werden. Allerdings gibt es in der Praxis auch den Fall, dass jemand gleich wegen mehreren Aspekten – z. B. eine körperlich eingeschränkte Frau mit Migrationshintergrund nicht eingestellt wird.

Vor Gericht lässt sich zurzeit nur Schadensersatzanspruch für eine Benachteiligung erreichen. Die Problematik der mehrfachen Diskriminierung kommt im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz nicht vor.

Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet

Der Arbeitgeber ist verpflichtet alle Arbeitnehmer gleich zu behandeln. Was das arbeitsrechtlich in der Praxis bedeutet, lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Gleichbehandlungsgrundsatz

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