08.11.2012 | Kontaktdaten und mehr

Kostenlose Apps sind besonders neugierig

Bild: Haufe Online Redaktion

Nach einer neuen Studie greifen kostenlose Apps immer noch deutlich häufiger auf persönliche Daten der Anwender zu als kostenpflichtige Programme. Neben Kontakt- und Standortdaten werden oft auch noch andere Zugriffsrechte angefordert.

Viele kostenlose Apps lassen sich von den Anwendern weitreichende Zugriffrechte einräumen, auch wenn nicht immer gleich ersichtlich ist, wofür diese Daten und Rechte von den jeweiligen Anwendungen benötigt werden. Nach einer jetzt vorgestellten Studie von Juniper Networks greifen kostenlose Apps häufiger auf persönliche Daten zu als Bezahl-Apps.

Apps wollen neben Kontakt- und Standortdaten auch Zugriffsrechte

Das Unternehmen hatte bei der Untersuchung rund 1,7 Millionen Apps aus unterschiedlichsten Bereichen für die Android-Plattform berücksichtigt. Am häufigsten lassen sich die Anwendungen demnach die Zugriffe auf Standortdaten und Adressbücher erlauben. Bei vielen Spielen werden zudem auch Rechte auf SMS- und Anruf-Optionen angefordert, teilweise ist sogar der Zugriff auf die Kamera vorgesehen. Längst nicht alle Apps erklären dabei, weshalb sie diese Rechte benötigen. Oft erfolgt überhaupt keine Begründung.

In ihrer Untersuchung gelangen die Experten zu der Vermutung, dass die Daten dabei nicht immer nur für Werbezwecke gesammelt werden. Sie empfehlen den Smartphone- bzw. Tablet-Nutzern daher, bei der Installation von Apps genau hinzuschauen und zu überlegen, welche Rechte eine App tatsächlich benötigt. Im Zweifelsfall sollten die Nutzer die Installation einer zu wissbegierigen App abbrechen.

Verbraucherministerin fordert mehr Datenschutz bei App-Entwicklung

Auch Bundesverbraucherministerin Aigner hatte sich kürzlich zu der Problematik geäußert und eine Stärkung des Datenschutzes für Smartphone-Anwender gefordert. Ziel müsse es sein, dass die Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten behalten könnten. Erreicht werden solle dies etwa durch eine bessere Berücksichtigung des Datenschutzes bereits bei der Produktentwicklung (Privacy by Design).

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Kontaktdaten, App

Aktuell

Meistgelesen