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Junge Webnutzer misstrauen dem Schutz ihrer persönlichen Daten

Bild: MEV-Verlag, Germany

Soziale Netzwerke stehen bei jungen Internetnutzern hoch im Kurs. Doch trotz der intensiven Nutzung steigt offenbar auch das ungute Gefühl im Hinblick auf den Schutz und die Sicherheit der hier gespeicherten persönlichen Daten.

Vier von fünf Jugendlichen sind online und fast alle sind auch in einem sozialen Netzwerk aktiv. Meist ist das Facebook, die anderen Angebote haben deutlich an Bedeutung verloren. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter spielt in der Altersgruppe der 14- bis 19-Jährigen nur eine untergeordnete Rolle. Dies ist jedenfalls ein Ergebnis der vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest herausgegebenen JIM-Studie 2012. Demnach sind etwa 78 Prozent der Jugendlichen mehrmals pro Woche in den sozialen Netzwerken aktiv und kommen dabei auf durchschnittlich 272 Kontaktpersonen (Freunde). Vor einem Jahr hatte die durchschnittliche Zahl dieser Facebook-Freunde noch bei 206 gelegen.

Profildaten werden öfter geschützt

In einem gewissen Widerspruch zu diesen Zahlen steht die zunehmende Skepsis der jugendlichen Nutzer bezüglich der Datensicherheit bei Facebook. Hatten vor einem Jahr noch zwei Drittel der Jugendlichen in dieser Hinsicht ein gutes oder sehr gutes Gefühl, so fiel dieser Prozentsatz jetzt auf nur noch 54 Prozent. Als sehr sicher stuft sogar nur noch jeder Zehnte die Sicherheit und den Schutz seiner Daten ein.

Die wachsende Unsicherheit schlägt sich auch in einem geänderten Verhalten nieder. Demnach schützen mittlerweile 87 Prozent der Nutzer die Profildaten vor dem öffentlichen Zugriff und erlauben nur noch den eigenen Kontakten das Abrufen dieser Daten. Durch die hohe Zahl dieser Freunde wird die Schutzwirkung jedoch wieder reduziert.

Mobile Nutzung wird Standard

Eine gewaltige Veränderung gibt es auch im Hinblick auf die Zugangsvarianten. So stieg binnen Jahresfrist der Anteil der jugendlichen Nutzer, die die sozialen Netzwerke per Smartphone aufsuchten von 16 auf 41 Prozent. Immerhin 82 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen zudem einen eigenen PC oder Laptop.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Persönliche Daten, Facebook, Social Media

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