Waffengesetz / § 4 Voraussetzungen für eine Erlaubnis
 

(1) Eine Erlaubnis setzt voraus, dass der Antragsteller

 

1.

das 18. Lebensjahr vollendet hat (§ 2 Abs. 1),

 

2.

die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5) und persönliche Eignung (§ 6) besitzt,

 

3.

die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat (§ 7),

 

4.

ein Bedürfnis nachgewiesen hat (§ 8) und

 

5.

bei der Beantragung eines Waffenscheins oder einer Schießerlaubnis eine Versicherung gegen Haftpflicht in Höhe von 1 Million Euro – pauschal für Personen- und Sachschäden – nachweist.

 

(2) Die Erlaubnis zum Erwerb, Besitz, Führen oder Schießen kann versagt werden, wenn der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt nicht seit mindestens fünf Jahren im Geltungsbereich dieses Gesetzes hat.

 

(3) Die zuständige Behörde hat die Inhaber von waffenrechtlichen Erlaubnissen in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch nach Ablauf von drei Jahren, erneut auf ihre Zuverlässigkeit und ihre persönliche Eignung zu prüfen sowie in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 5 sich das Vorliegen einer Versicherung gegen Haftpflicht nachweisen zu lassen.

 

(4)[1] Die zuständige Behörde hat das Fortbestehen des Bedürfnisses bei Inhabern einer waffenrechtlichen Erlaubnis alle fünf Jahre erneut zu überprüfen.

 

(5)[2] Zur Erforschung des Sachverhalts kann die zuständige Behörde in begründeten Einzelfällen das persönliche Erscheinen des Antragstellers oder des Erlaubnisinhabers verlangen.

[1] Abs. 4 geändert durch 3. WaffRÄndG. Anzuwenden ab 01.09.2020.
[2] Abs. 5 angefügt durch 3. WaffRÄndG. Anzuwenden ab 09.01.2020.

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