Das Gesetz definiert die geschäftliche Handlung als "jedes Verhalten einer Person, zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens vor, während oder nach einem Geschäftsabschluss, das mit der Förderung des Absatzes oder dem Bezugs von Waren oder Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchführung eines Vertrages über Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenhängt" (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG).

Im Hinblick auf Art. § 3 Abs. 1 der Richtlinie über → unlautere Geschäftspraktiken[1] war mit der UWG-Novelle 2008 gegenüber dem früheren Terminus der Wettbewerbshandlung eine Erweiterung vorzunehmen. Nunmehr sind alle Verhaltensweisen zu berücksichtigen, die unmittelbar der Absatzförderung, dem Verkauf und der Lieferung eines Produkts dienen. Die Vorgaben der Richtlinie betrafen allerdings nur das Verhältnis zwischen Unternehmen und Verbrauchern. Der deutsche Gesetzgeber ist jedoch über die Richtlinie hinausgegangen, weil nach der in § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG vorgenommenen Definition auch weiterhin die Verhaltensweisen in den Anwendungsbereich fallen das Verhältnis zwischen Unternehmen untereinander betreffen.[2] Dies war den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung ausdrücklich freigestellt.

[1] Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11.5.2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern, ABl. L 149 v. 11.6.2005, S. 22 ff.
[2] Begründung zum Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb v. 20.8.2008 (UWG-Novelle 2008) zu § 2 Abs. 1 Nr. 1, BT-Drucks. 16/10145, S. 39.

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