Entscheidungsstichwort (Thema)

Rechtsmittel. Genehmigungskriterien. Überprüfung der Genehmigung. Pflanzenschutzmittel. Wirkstoffe Clothianidin und Imidacloprid. Saatgut, das mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde, die diese Wirkstoffe enthalten. Verbot der nicht gewerblichen Verwendung. Vorsorgeprinzip

 

Normenkette

Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 Art. 4, 21; Durchführungsverordnung (EU) Nr. 485/2013

 

Beteiligte

Bayer CropScience und Bayer/ Kommission

Bayer CropScience AG

Bayer AG

Europäische Kommission

 

Tenor

1. Das Rechtsmittel ist unzulässig, soweit es von der Bayer AG eingelegt wurde.

2. Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen, soweit es von der Bayer CropScience AG eingelegt wurde.

3. Die Bayer CropScience AG und die Bayer AG tragen neben ihren eigenen Kosten die der Kommission, der Union nationale de l'apiculture française (UNAF), dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V., dem Österreichischen Erwerbsimkerbund, Pesticide Action Network Europe (PAN Europe), Bee Life European Beekeeping Coordination (Bee Life), Buglife – The Invertebrate Conservation Trust (Buglife) und Stichting Greenpeace Council (Greenpeace) entstandenen Kosten.

4. Die National Farmers’ Union (NFU) und die Agricultural Industries Confederation sowie Stichting De Bijenstichting tragen ihre eigenen Kosten.

5. Das Königreich Schweden trägt seine eigenen Kosten.

 

Tatbestand

In der Rechtssache

betreffend ein Rechtsmittel nach Art. 56 der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union, eingelegt am 27. Juli 2018,

Bayer CropScience AG,

Bayer AG, beide mit Sitz in Monheim am Rhein (Deutschland),

Prozessbevollmächtigte: M. Zdzieborska, Solicitor, A. Robert, avocate, K. Nordlander, advokat, C. Zimmermann, avocat, und P. Harrison, Solicitor,

Rechtsmittelführerinnen,

andere Verfahrensbeteiligte:

Association générale des producteurs de maís et autres céréales cultivées de la sous-famille des panicoídées (AGPM) mit Sitz in Montardon (Frankreich),

The National Farmers’ Union (NFU) mit Sitz in Stoneleigh (Vereinigtes Königreich), Prozessbevollmächtigte: zunächst H. Mercer, QC, und J. Robb, Barrister, beauftragt durch N. Winter, Solicitor, dann H. Mercer, QC, J. Robb, Barrister, und K. Tandy, advocate,

Association européenne pour la protection des cultures (ECPA) mit Sitz in Brüssel (Belgien), Prozessbevollmächtigte: zunächst D. Abrahams, E. Mullier und I. de Seze, avocats, dann D. Abrahams und E. Mullier, avocats,

Rapool-Ring GmbH Qualitätsraps deutscher Züchter mit Sitz in Isernhagen (Deutschland),

European Seed Association (ESA) mit Sitz in Brüssel, Prozessbevollmächtigte: zunächst P. de Jong, avocat, K. Claeyé, advocaat, und E. Bertolotto, avocate, dann P. de Jong, avocat, und K. Claeyé, advocaat,

Agricultural Industries Confederation Ltd mit Sitz in Peterborough (Vereinigtes Königreich), Prozessbevollmächtigte: zunächst P. de Jong, avocat, K. Claeyé, advocaat, und E. Bertolotto, avocate, dann J. Gaul und P. de Jong, avocats, sowie K. Claeyé, advocaat,

Streithelferinnen im ersten Rechtszug,

Europäische Kommission, vertreten durch: B. Eggers, P. Ondrůšek, X. Lewis und I. Naglis als Bevollmächtigte,

Beklagte im ersten Rechtszug,

unterstützt durch:

Stichting De Bijenstichting mit Sitz in Vorden (Niederlande), Prozessbevollmächtigte: L. Smale, advocate,

Streithelferin im Rechtsmittelverfahren,

Union nationale de l'apiculture française (UNAF) mit Sitz in Paris (Frankreich), Prozessbevollmächtigte: B. Fau und J.-F. Funke, avocats,

Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V. mit Sitz in Soltau (Deutschland),

Österreichischer Erwerbsimkerbund mit Sitz in Großebersdorf (Österreich),

Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte B. Tschida und A. Willand,

Pesticide Action Network Europe (PAN Europe) mit Sitz in Brüssel,

Bee Life European Beekeeping Coordination (Bee Life) mit Sitz in Louvain-la-Neuve (Belgien),

Buglife – The Invertebrate Conservation Trust mit Sitz in Peterborough,

Stichting Greenpeace Council (Greenpeace) mit Sitz in Amsterdam (Niederlande),

Prozessbevollmächtigte: B. Kloostra, advocaat,

Königreich Schweden, vertreten durch zunächst C. Meyer-Seitz, A. Falk, H. Shev, J. Lundberg und E. Karlsson, dann durch C. Meyer-Seitz, H. Shev und E. Karlsson als Bevollmächtigte,

Streithelfer im ersten Rechtszug,

erlässt

DER GERICHTSHOF (Erste Kammer)

unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten J.-C. Bonichot, des Präsidenten des Gerichtshofs K. Lenaerts in Wahrnehmung der Aufgaben eines Richters der Ersten Kammer sowie der Richter L. Bay Larsen (Berichterstatter), M. Safjan und N. Jääskinen,

Generalanwältin: J. Kokott,

Kanzler: M. Longar, Verwaltungsrat,

aufgrund des schriftlichen Verfahrens und auf die mündliche Verhandlung vom 3. Juni 2020,

nach Anhörung der Schlussanträge der Generalanwältin in der Sitzung vom 17. September 2020

folgendes

Urteil

 

Entscheidungsgründe

Rz. 1

Mit ihrem Rechtsmittel begehren die Bayer CropScience AG und die Bayer AG die Aufhebung des Urteils des Gerichts der Europäischen Union vom 17. Mai 2018, Bayer CropScience u. a./Kommission (T-429/13 und T-451/13, im Folgenden: angefochten...

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