23.12.2015 | Geschenke zur Weihnachtszeit

Unsicherheit im Öffentlichen Dienst ist groß

Geschenke im Öffentlichen Dienst können zum Problem werden, auch wenn sie noch so klein sind.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zur Weihnachtszeit füllen sich die Schreibtische mit Weinflaschen und Präsentkörben, in denen Zollstöcke und Mini-Wasserwaagen stecken. Weihnachten steht vor der Tür und die Baufirmen und Handwerksbetriebe kommen vorbei und geben ihre Weihnachtsgrüße ab. Doch dürfen im Öffentlichen Dienst überhaupt Geschenke angenommen werden?

Geschäftliche Beziehungen wollen gepflegt sein. Dafür bietet sich Weihnachten mit seiner Tradition des Schenkens an. Eigentlich sollte man doch meinen, so lange die Präsente angemessen sind, Wertschätzung ausdrücken, aber keine Dimension der Übervorteilung annehmen, darf man sich über die Aufmerksamkeit freuen. Aber ist das wirklich so?

Im öffentlichen Dienst sind Geschenke nicht gern gesehen

Aus Anti-Korruptionsgründen sind im öffentlichen Dienst generell Geschenke tabu. So darf eigentlich weder die Erzieherin in der städtischen Kita, noch der Müllwerker oder der Straßenreiniger etwas annehmen.

Auch Beamten, ob Lehrern oder Polizisten, ist dies nicht erlaubt. Eine strenge Verordnung. Doch sollte man sich als Schenker daran halten, um niemanden in Verlegenheit zu bringen.

Geschenke im Öffentlichen Dienst - bei Ausnahmen besteht Anzeigepflicht

Nur in wenigen Fällen ist eine Ausnahme im öffentlichen Dienst möglich, etwa für Geschenke bis 25 EUR. Allerdings müssen diese, selbst wenn es sich nur um einen Kugelschreiber handelt, beim Dienstherrn angezeigt werden.

In Einrichtungen wie Altersheime empfiehlt es sich, bei der Leitung nachzufragen, ob ein geplantes Geschenk überhaupt angenommen werden darf. So lassen sich unangenehme Situationen für Personal, Bewohner und Angehörige vermeiden.

Geschenke immer an die Arbeitsstelle schicken

Hat der Arbeitgeber die Annahme von Geschenken nicht ausdrücklich genehmigt, sollten Mitarbeiter, die beschenkt wurden, dies dem Arbeitgeber mitteilen. Für den Schenkenden empfiehlt es sich, die Geschenke am besten an die Arbeitsstelle zu schicken.

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Schlagworte zum Thema:  Geschenk, Korruption, Bestechung, Öffentlicher Dienst, Weihnachten

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