| Internationale Datenschutzkonferenz

Forderungskatalog für mehr Datenschutz beim Cloud Computing

Bild: Haufe Online Redaktion

Auf einer internationalen Konferenz haben Datenschutzexperten aus 40 Ländern auf die wachsende Bedeutung von Cloud Computing hingewiesen. Es wurden angemessene Vorgaben gefordert, um ein hohes Datenschutzniveau in der Cloud sicherzustellen.

Auf der 34. Internationalen Datenschutzkonferenz der Beauftragten für den Datenschutz und für die Privatsphäre, die am 23. und 24. Oktober 2012 in Uruguay stattgefunden hat, stand das Thema Cloud Computing ganz oben auf der Agenda. Angesichts der stetig wachsenden Bedeutung dieser dezentralisierten Datenspeicherung und Datenverarbeitung haben die Teilnehmer einen Forderungskatalog aufgestellt, um zu verhindern, dass es in diesem Bereich zu einer Absenkung der Datenschutzstandards kommt.

Entwicklungsdynamik erschwert Regelungen

Für den Schutz der Privatsphäre problematisch ist nach Ansicht der Experten vor allem der Umstand, dass sich die Cloud-Technologie noch im Entwicklungsstadium befindet und die Durchsetzung von Datenschutz-Regelungen angesichts der weltweit stattfindenden Datenverarbeitung und der damit verbundenen fehlenden Transparenz erschwert wird.

Forderungskatalog an Cloud Computing

Die Datenschützer stellten in ihrer gemeinsamen Entschließung daher verschiedene Forderungen auf, mit denen die Risiken beim Cloud Computing reduziert werden sollen. Zu diesem Forderungskatalog gehören folgende Punkte:

  • Prüfungen der Datenschutz-Risiken durch die verantwortlichen Stellen vor dem Start von Cloud-Computing-Projekten.
  • Gewährleistungspflichten der Cloud-Dienstanbieter im Hinblick auf Transparenz, Sicherheit, Verantwortlichkeit der Lösungen sowie eine Informationspflicht bei Verletzungen des Schutzes persönlicher Daten.
  • Durch frühzeitige Einbeziehung von Datenschutzvorgaben in die Architektur von IT-Systemen ("Privacy by Design") soll der Datenschutz zu einem elementaren Bestandteil dieser Angebote werden.
  • Gesetzgeber sollen den bestehenden Rechtsrahmen überprüfen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen im Hinblick auf die Cloud-Problematik in Erwägung ziehen.

Schließlich appellieren die Experten, dass alle Interessengruppen - von den Anbietern über die Nutzer bis zu den Regulierungsbehörden - zusammenarbeiten sollten, um ein hohes Datenschutzniveau und eine hohe IT-Sicherheit zu gewährleisten.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Cloud Computing

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