23.04.2012 | Persönliche Daten

Finder von Smartphones sind neugierig auf die gespeicherten Daten

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Nach einer aktuellen Untersuchung, bei der präparierte Smartphones absichtlich in der Öffentlichkeit vergessen wurden, versucht die Mehrheit der Finder, Zugang zu Daten auf den Geräten zu bekommen.

Wie reagieren ganz normale Personen, wenn sie ein Smartphone finden? Diese Frage untersuchte jetzt im Auftrag des IT-Unternehmens Symantec der Sicherheitsexperte Scott Wright im Rahmen eines Experiments, für das 50 präparierte Smartphones in verschiedenen amerikanischen Großstädten platziert wurden. Das nicht unbedingt überraschende Ergebnis: Die Mehrzahl der Finder interessierte sich für hier gespeicherte Daten und versuchte auch, installierte Apps zu nutzen.

Private Bilder, aber auch Firmendaten gefragt

Auf das größte Interesse stießen dabei vermeintlich private Bilder, die über eine App namens Private Pix zugänglich gewesen wären. Fast drei Viertel aller Finder (72 Prozent) hatten versucht, diese Anwendung zu starten. Ebenfalls hoch war das Interesse an vermeintlichen privaten E-Mail-Konten oder Social-Network-Apps, auf die immer noch 60 Prozent der Finder zugreifen wollten.

Aber auch geschäftliche Daten auf einem Smartphone übten demnach eine recht große Anziehungskraft aus. 53 Prozent der Finder wollten Gehaltslisten einsehen, 45 Prozent interessierten sich für die geschäftlichen E-Mails. Insgesamt gab es in 83 Prozent der Fälle Zugriffsversuche auf Geschäftsdaten. Bei den privaten Informationen lag dieser Anteil sogar bei 86 Prozent.

Sicherheitsmaßnahmen notwendig

In dem Experiment waren die Smartphones allerdings auch ungesichert abgelegt werden, sodass die Finder einen direkten Zugang zu den Daten und Apps hatten. Um Zugriffe durch Dritte auf gespeicherte Daten zu verhindern, sollten Smartphones daher in jedem Fall über ein ausreichend sicheres Passwort geschützt werden. Zudem sollten wichtige Daten nur in verschlüsselter Form gespeichert werden, und noch besser ist es, nur wirklich notwendige Daten auf dem Smartphone zu behalten.

Ein halbwegs positives Ergebnis zur Ehrlichkeit der Finder brachte das Experiment mit der Bezeichnung The Symantec Smartphone Honey Stick Project jedoch auch: Immerhin rund die Hälfte der Personen informierte den Besitzer des Geräts über den Fund.

Schlagworte zum Thema:  Smartphone, Datenschutz

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