04.11.2013 | EU-Kommission

Expertengruppe soll Modellverträge für Cloud Computing erarbeiten

Bild: Haufe Online Redaktion

Die EU-Kommission will die Nutzung von Cloud-Dienstleistungen in Europa weiter voranbringen. Dazu sollen jetzt unabhängige Fachleute Vorschläge ausarbeiten, wie Modellverträge zur Datenverarbeitung in der Cloud aussehen sollten.

Cloud Computing ist einerseits ein wichtiges Thema in der IT-Welt und zugleich ein enormer Wachstumsmarkt, andererseits gibt es bei vielen potenziellen Nutzern erhebliche Skepsis im Hinblick auf diese Art der Datenspeicherung und Verarbeitung. Angesichts der jüngsten Datenschutzskandale dürfte die Skepsis eher noch größer geworden sein. Die EU-Kommission will die Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung durch verstärkten Einsatz von Cloud-Lösungen jedoch besser ausschöpfen und hat dazu im letzten Jahr eine Cloud-Strategie beschlossen.

Mehr Vertrauen durch Modellverträge

Als konkrete Maßnahme zur Umsetzung der Strategie hat die EU-Kommission jetzt eine Expertengruppe eingesetzt, die Modellverträge zur Cloud-Nutzung ausarbeiten soll, wobei vor allem den Anliegen und Interessen von Verbrauchern und kleinen Unternehmen Rechnung getragen werden soll. Ziel ist es, diesen Nutzergruppen den Schritt in die Cloud zu erleichtern.

Erhebliches Potenzial durch Cloud-Einsatz

Die EU-Kommission sieht in der Nutzung von Cloud-Diensten ein ganz erhebliches Wachstumspotenzial. Bei voller Ausnutzung der Möglichkeiten könnten bis zum Jahr 2020 in Europa bis zu 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen und das EU-Bruttoinlandsprodukt jährlich um rund 1 Prozent gesteigert werden.

Die Expertengruppe, der Verbraucherschützer, Vertreter von Mittelstandsvereinigungen, Forscher, Juristen und Vertreter von Cloud-Dienstanbietern angehören, wird Mitte November 2013 zu einer ersten Sitzung zusammenkommen, bis zum Frühjahr 2014 sollen die Empfehlungen ausgearbeitet sein.

Schlagworte zum Thema:  Cloud Computing, Auftragsdatenverarbeitung, EU-Kommission

Aktuell

Meistgelesen