20.06.2012 | EU-Datenschutzbeauftragte

Empfehlungen für den Cookie-Einsatz

Bild: Haufe Online Redaktion

Was ist beim Einsatz von Cookies erlaubt? Die Artikel-29-Gruppe der europäischen Datenschutzbeauftragten gibt Website-Betreibern Hilfestellung, wie sie Browser-Cookies rechtskonform nutzen können.

Seit gut einem Jahr ist die EU-Richtlinie zum Datenschutz in der elektronischen Kommunikation gültig. Doch nach wie vor herrscht weitgehende Unsicherheit, wie die hier enthaltenen Vorgaben zum Einsatz von Cookies umzusetzen sind, denn die Bundesregierung hat die EU-Vorgaben zu Cookies bislang nicht in nationales Recht umgesetzt. Die Richtlinie wirft ihrer Ansicht nach praktische Fragen auf, die zunächst auf europäischer Ebene weiter beraten werden müssten.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hält die Cookie-Regeln der EU allerdings für direkt anwendbar. Seiner Ansicht nach ist die EU-Richtlinie zum Datenschutz „hinreichend bestimmt“, sodass sie auch ohne Umsetzung in deutsches  Recht angewendet werden könne. Nachdem vor kurzem in Großbritannien ein spezielles Gesetz zu diesen Datenkrümeln in Kraft getreten ist, hat sich die Unsicherheit sogar noch weiter erhöht.

Cookies ohne Erlaubnis der Nutzer

Um dem entgegen zu wirken, haben jetzt die Datenschutzbeauftragten der EU-Mitgliedsstaaten, die in der sogenannten Artikel-29-Gruppe zusammengeschlossen sind, eine ausführliche Erläuterung zu dieser Problematik gegeben. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem solche Cookies, die ohne explizite Erlaubnis der Nutzer auf deren Festplatte gespeichert werden können. Hierzu gehören z. B.

  • Cookies, die für individuelle Voreinstellungen (etwa zur Sprachauswahl oder der Festlegung von Multimedia-Formaten) genutzt werden.

  • Auch einige Cookies zur Analyse des Nutzerverhaltens fallen in diese Kategorie.

Analyse-Cookies nur unter bestimmten Bedingungen

Für die Nutzung dieser Analyse-Cookies gelten demnach jedoch einige Vorgaben. So dürfen die gesammelten Informationen nur für statistische Zwecke dienen und die Cookies dürfen nicht von Drittunternehmen stammen. Darüber hinaus müssen die Seitenbesucher zunächst aufgeklärt werden, wie diese Daten genutzt werden. Zudem müssen sie die Möglichkeit haben, diese Cookies optional auch abzulehnen.

Die Regeln gelten auch für die umstrittenen Social Plugins wie den "Gefällt-mir"-Button von Facebook, solange hierüber nicht die Bewegungen der Nutzer über mehrere Webseiten hinweg erfasst oder Daten von Nicht-Mitgliedern gesammelt werden.

Schlagworte zum Thema:  Cookies, Webanalyse, Datenschutz, EU-Richtlinie

Aktuell

Meistgelesen