12.04.2013 | Käuferverhalten

eBay will Kundendaten an Werbetreibende weiterverkaufen

Wer hat welche Produkte bei eBay gekauft?
Bild: ebay

Das weltweit größte Internetauktionshaus eBay will demnächst seine Kundendaten auch Drittunternehmen anbieten, die diese Informationen dann für zielgerichtete Werbung nutzen können.

Bei den großen Internetanbietern wie Facebook, Google oder auch dem E-Commerce-Giganten Amazon ist die Weitergabe von Kundendaten an werbetreibende Unternehmen schon lange die Regel. Die damit verbundenen Einnahmen stellen bei Google und Facebook einen wesentlichen Teil des gesamten Umsatzes dar. Nun hat auch die Auktions- und Handelsplattform eBay angekündigt, die auf der Plattform anfallenden Kundendaten an werbetreibende Dritte verkaufen zu wollen.

Personenbezogene Daten sollen tabu sein

Genaue Details zu den Plänen nannte das Unternehmen bislang zwar nicht, betonte aber, dass die personenbezogenen Daten der Kunden nicht weitergegeben werden. Werbetreibende sollen hier stattdessen Informationen darüber erhalten, welche Produkte ein eBay-Nutzer bereits eingekauft oder sich angeschaut hat. Den Nutzern könnten dann bald auf den eBay-Seiten Werbebanner zu diesen oder ähnlichen Angeboten begegnen. Auch für mobile Werbung auf Smartphones oder Tablets sollen diese Daten verwendet werden können.

Zusätzliche Einnahmequelle

Bei eBay verspricht man sich vom Verkauf der Daten erhebliche Zusatzeinnahmen, wie ein Manager des Unternehmens bei der Vorstellung der Pläne auf einer Konferenz in San Francisco betonte. Mit dem Verkauf der Daten soll demnach noch in diesem Jahr begonnen werden. Inwieweit die auf der eBay-Plattform tätigen Händler von der Werbung durch konkurrierende Drittunternehmen reagieren werden, bleibt abzuwarten. Die meisten Kunden dürften sich schnell an die zusätzliche Werbung gewöhnen, denn bei anderen großen Online-Shops wie etwa Amazon ist eine solche Werbung bereits seit längerem üblich.

Schlagworte zum Thema:  EBay, Kundendaten, Werbung

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