| Digitales Leben

Geht das auch mit weniger Daten?

Ein Leben mit weniger digitalen Spuren ist möglich
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Datenflut in der digitalen Welt ist riesig. Wer mit dem Handy telefoniert, im Internet einkauft, in Urlaub fliegt, erzeugt dabei Daten, die mehr oder weniger lange gespeichert werden. Und die etwas über die Person aussagen. Doch wie kann man die Datenmenge beeinflussen?

Die Zeit und das ZDF widmeten eine Themenwoche dem Datenschutz und der staatlichen Überwachung. Sie informierten und gaben Tipps. Hier 7 Empfehlungen in Kurzform, wie es möglich ist, weniger Daten zu erzeugen oder auch weniger über sich selbst preiszugeben.

Bar bezahlen statt mit Karte

Wer mit Kredit- oder EC-Karte bezahlt, hinterlässt Daten, die gespeichert werden. Mit Kreditkarten lässt sich aber auch Geld abheben und eine Rechnung damit bar bezahlen.

Tickets bar bezahlen

Beim Fliegen lassen sich Daten nicht vermeiden. Wer allerdings mit der Bahn fährt, kann sein Ticket bar bezahlen, ob am Schalter oder Automat. Auch wer eine Bahncard 100 kauft, kann ein Jahr lang mit dem Zug fahren, ohne dass die Reisedaten gesammelt werden.

Im Auto Navi ausschalten

Wer per Navigationsgerät oder GPS Auto fährt, hinterlässt dabei seine digitale Spur. Wer das nicht will, sollte das Gerät ausschalten bzw. in einer Werkstatt ausschalten lassen. Doch auch an Mautstellen, Tiefgaragen, videoüberwachten Strecken etc. werden Daten über den Fahrer bzw. Halter erfasst.

Handy mit Prepaid-Karte nutzen

Ein Handy lässt sich orten und abhören. An persönliche Daten zu gelangen ist schwieriger, wenn eine Prepaid-Karte unter einem Alias registriert wird.

Soziale Netzwerke sind wie Spinnennetze

Bei Google oder Facebook ist es schwierig, Daten zu sparen. Der Datenzugriff geht bis in die Adressbücher, gespeichert werden alle Daten des Nutzers. Sicherer sind handgeschriebene Postkarten oder private Treffen.

Cookies besser regelmäßig löschen

Wenn man seine E-Mails abrufen will, muss man dank Cookies nicht jedes Mal wieder neu sein Passwort eingeben. Cookies sind aber auch dafür verantwortlich, dass im Werbeteil der Internetseiten immer wieder das Auto oder das Sommerkleid angezeigt wird, nach dem man Tage zuvor im Internet gesucht hatte. Cookies haben also Vor- und Nachteile, denn mit ihnen lässt sich auch das Surfverhalten nachverfolgen. Deshalb sollte man regelmäßig „böse“ Cookies löschen.

Besser auf den Lichtschalter drücken

Im High-Tech-Haus lassen sich Licht und Wärme digital und von unterwegs steuern. Dafür werden regelmäßig Daten an den Dienstleister gesendet. Wer zu Hause sein Licht von Hand am Schalter oder über die Infrarot-Fernbedienung regelt und seine Heizung mit Thermostaten ausgerüstet hat, lebt hier, ohne Daten zu erzeugen.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz

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