| Datenschutzlücke

Heimlicher Zugriff auf Kontaktdaten bei Smartphone-Apps hat gerichtliches Nachspiel

Bild: MEV-Verlag, Germany

In den USA will jetzt eine Gruppe von Anwälten  mit einer Sammelklage gegen 18 Unternehmen aus der IT-Branche vorgehen, die mit ihren Apps unbemerkt auf Daten aus Adressbüchern zugegriffen haben.

Das Vorgehen zahlreicher Softwareentwickler, die in ihre Smartphone-Apps Funktionen zum unbemerkten Zugriff auf die Adressverzeichnisse und Kontaktdaten der Anwender integriert hatten, könnte jetzt noch ein gerichtliches Nachspiel bekommen. So hat eine Gruppe texanischer Anwälte vor dem Bundesbezirksgericht in Austin einen Antrag auf Zulassung einer Sammelklage eingereicht, wie es in einer Mitteilung heißt.

Beklagte Unternehmen gehören zu den Branchengrößen

Zu den 18 beklagten Unternehmen gehören Branchengrößen wie Apple, Facebook, LinkedIn oder Twitter und auch viele Spieleentwickler wie etwa Rovio Mobile oder ZeptoLab. Alle diese Unternehmen hatten in ihren Smartphone-Apps eine Funktion eingebaut, mit denen unbemerkt von den Anwendern auf deren Kontaktdaten zugegriffen werden konnte, sobald diese bestimmte Optionen der Apps nutzten. Entsprechende Hinweise auf diesen Zugriff wurden dabei nicht gegeben.

Erste Reaktionen

Nach dem Bekanntwerden der Datenschutzlücke hatten einige große App-Store-Betreiber wie Apple, Google, Microsoft und Blackberry auf Druck der kalifornischen Staatsanwaltschaft bereits eine Vereinbarung zum besseren Schutz der Privatsphäre ihrer Anwender unterzeichnet.

Mit der jetzt angekündigten Klage wollen die Anwälte eine Unterlassungsverfügung und Schadensersatz für eventuell mitklagende Betroffene erreichen. Die Juristen vertreten die Meinung, dass die verklagten Unternehmen gegen entsprechende Gesetze des Bundesstaates Texas sowie der Vereinigten Staaten verstoßen haben.


Schlagworte zum Thema:  App Store, Adressdaten, Datenschutz

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