| Smart Metering

Datenschutzexperten entwickeln Anforderungskatalog für intelligente Stromzähler

Bild: Haufe Online Redaktion

Ein jetzt vorgestellter Leitfaden soll Energieversorger bei der Entwicklung intelligenter Stromzähler unterstützen, damit diese den Anforderungen des Datenschutzes genügen. Ein Datenschutzrisiko beim Smart Metering hat erst kürzlich der EU-Datenschutzbeauftragte festgestellt.

Die Datenschutzbeauftragten aus Bund und Ländern haben jetzt eine Orientierungshilfe zum Smart Metering veröffentlicht. An dem Leitfaden hatten sich auch die für die Wirtschaft zuständigen Datenschutzkontrolleure des Düsseldorfer Kreises beteiligt. Mit dem Papier sollen sich die Energieversorger besser auf die datenschutzrechtlichen Vorgaben für die neuen intelligenten Stromzähler einrichten können und konkrete Hinweise zur Konzeption datenschutzkonformer Lösungen bekommen.

Vorsichtiger Umgang mit Daten gefordert

So sollen Daten von den Systemen möglichst nur in anonymer Form bzw. ohne konkreten Personenbezug erfasst werden und diese Informationen auch nur an möglichst wenige Stellen übermittelt werden.

Zudem sollen die Abfrageintervalle groß genug sein, um keine Rückschlüsse auf das detaillierte Nutzerverhalten in den Haushalten ziehen zu können. Ebenso soll über knapp bemessene Löschfristen eine Vorratsdatenspeicherung vermieden werden. Die Stromkunden müssen transparent über die durchgeführten Vorgänge informiert werden und den Zugriff auf das Gerät gegebenenfalls auch unterbinden können.

Rechtsverordnung angekündigt

Daneben stellten die Datenschützer noch weitere Anforderungen an den datenschutzkonformen Einsatz von intelligenten Stromzählern, die in einer Rechtsverordnung festgeschrieben werden sollen. Mit den angestrebten Vorgaben soll verhindert werden, dass mit den neuen Stromzählern das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowie die Unverletzlichkeit der Wohnung beeinträchtigt werden.

Schlagworte zum Thema:  Energie, Überwachung, Datenschutz

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