14.02.2013 | Top-Thema BYOD rechtlich absichern

Reparatur und Wartung, Arbeitszeitregelungen

Kapitel
Keine dienstliche Nutzung nach Feierabend
Bild: Michael Bamberger

Sinnvoll sind Festlegungen über die Durchführung von Reparatur- und Wartungsleistungen und die diesbezüglichen Mitwirkungspflichten des Mitarbeiters (z. B. durch Aushändigung des Geräts).

Es kann auch erwogen werden, den Mitarbeiter zu verpflichten, selbst bestimmte Updates vorzunehmen oder anderweitig für eine ausreichende Wartung des Geräts zu sorgen.

Schließlich können sich die gesetzlichen Arbeitszeitregelungen auf BYOD auswirken. Die werktägliche Arbeitszeit darf maximal 8 bzw. 10 Stunden betragen. Der Arbeitnehmer hat sein privates Smartphone in aller Regel aber auch nach Feierabend bei sich, sodass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, er werde auch nach Feierabend auf betriebliche E-Mails antworten. Es kann deshalb eine Anweisung oder Regelung sinnvoll sein, wonach außerhalb der Arbeitszeit keine dienstlichen Tätigkeiten über das Smartphone erbracht werden müssen.

Fazit:

Im Ergebnis lassen sich durch eine adäquate vertragliche Regelung die meisten Problemstellungen des BYOD in den Griff bekommen. Selbst wenn Unternehmen private Endgeräte nicht zulassen wollen, sondern stattdessen auf dienstliche Smartphones setzen, sollte dies nicht ungeregelt erfolgen.

Insbesondere Regelungen zu Datenschutz, Datensicherheit und Mobile Device Management sind auch bei company-owned devices ratsam und sollten in einer Betriebs- oder Nutzungsvereinbarung festgeschrieben werden.

Autor: Dr. Flemming Moos (Norton Rose Germany LLP)

Schlagworte zum Thema:  Arbeitszeit, BYOD, Smartphone, IPad, Datenschutz

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