11.07.2013 | Private Mobilgeräte im Job

BYOD: Mitarbeiter machen sich Sorgen um ihre persönlichen Daten

Die berufliche Nutzung privater Smartphones wird oft verschwiegen
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Mitarbeiter befürchten, dass die IT-Abteilungen ihrer Unternehmen auch auf private Daten zugreifen, die sie auf ihren Smartphones und Tablets gespeichert haben. Nach einer aktuellen Studie wird deshalb oft die Nutzung dieser Geräte verschwiegen.

Einige aus Sicht der IT-Sicherheit bedenkliche Entwicklungen hat jetzt eine Studie des Netzwerk-Spezialisten Aruba Networks aufgezeigt. Demnach machen sich viele Mitarbeiter Sorgen um private Daten, die auf ihren Smartphones und Tablets gespeichert sind, wenn sie diese Geräte auch für berufliche Zwecke nutzen. Rund jeder zweite Teilnehmer aus Europa (45 Prozent) hat derartige Bedenken, in den USA liegt der Anteil sogar bei 66 Prozent.

Nutzung privater Geräte wird verschwiegen

Die Angst um die persönlichen Daten ist daher auch ein Hauptgrund dafür, dass viele Mitarbeiter die Nutzung der privaten Geräte verschweigen. Immerhin 15 Prozent der Befragten gaben an, die Verwendung nicht zu melden. Dadurch erhöht sich jedoch auch das Risiko für die Sicherheit der Unternehmensdaten, wenn diese auf den Privatgeräten nicht ausreichend geschützt werden. Zudem traut ein hoher Anteil der Studienteilnehmer den IT-Abteilungen nicht zu, für einen ausreichenden Schutz der Daten auf den Mobilgeräten zu sorgen. Besonders kritisch waren bei der weltweit durchgeführten Studie die deutschen Teilnehmer, die ihren IT-Abteilungen zu über 44 Prozent ein schlechtes Zeugnis ausstellten.

Sogar konkrete Gefahren werden nicht immer gemeldet

Selbst in konkreten Gefahrensituationen informieren längst nicht alle Mitarbeiter die Unternehmens-IT. So verzichtet in Europa etwa jeder achte Mitarbeiter (13 Prozent) auf eine Meldung bei akuten Risiken. Und sogar dann, wenn es bereits zu Datenverlusten gekommen ist, melden rund 40 Prozent der Befragten diesen Umstand nicht umgehend. Die Umfrage zeige, dass Mitarbeiter und IT-Abteilungen beim Thema BYOD  immer noch leichtfertig mit der Datensicherheit umgingen, fasste der Chief Marketing Officer Ben Gibson die Ergebnisse der Studie zusammen.

Für die Studie mit dem Titel "Employees tell the truth about your company’s data" wurden weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter befragt. Eine detaillierte Aufbereitung der Studie ist auf der Aruba-Website verfügbar.

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Schlagworte zum Thema:  BYOD, Datensicherheit, Sicherheitsrisiko, Smartphone

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