| Magnetstreifen hat ausgedient

Bezahlen mit EC-Karte wird sicherer

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Geldabheben oder Bezahlen mit der EC-Karte wird demnächst nur noch über den in der Karte integrierten Chip abgewickelt, der gegenüber der Magnetstreifen-Technik mehr Sicherheit bietet. Die Umstellung erfolgte im Zuge des SEPA-Verfahrens.  

Bislang hatten es Ganoven relativ einfach, wenn sie EC-Karten fälschen wollten. Mit den ausgelesenen Daten der Magnetstreifen ließen sich problemlos Duplikate anfertigen. Zusammen mit den PINs, die etwa durch Skimming-Attacken an manipulierten Zahlungsterminals oder Geldautomaten ausspioniert werden konnten, hatten die Betrüger damit die Möglichkeit, Geld von den Konten der Opfer zu erbeuten.

Verschlüsselung bietet mehr Schutz

Ab Ende Februar 2013 haben die Magnetstreifen jedoch weitestgehend ausgedient, denn ab dann soll in Deutschland beim Bezahlen und Geldabheben nur noch der Chip auf der Vorderseite der EC-Karten verwendet werden. Diese Chips zeichnen sich durch Fälschungssicherheit aus und können daher nicht dupliziert werden. Zudem sind die hier gespeicherten Daten verschlüsselt, sodass auch das Auslesen nicht mehr möglich ist.

Umstellung im Zuge des SEPA-Verfahrens

Die Umstellung der Technik erfolgte nach Angaben des Branchenverbands der Deutschen Kreditwirtschaft im Rahmen der Schaffung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums (SEPA). SEPA setzt bei Kartentransaktionen ausschließlich auf die sichere Chipkartentechnik auf Basis des EMV-Standards.

Hierzu wurden in den vergangenen Jahren allein in Deutschland bis zum Herbst letzten Jahres rund 93 Millionen EC-Karten (Girocards) mit den neuen EMV-Chips ausgegeben und rund 60.000 Geldautomaten umgerüstet. Ab Ende Februar können damit nun alle Bezahltransaktionen mit PIN-Eingabe und Bargeldabhebungen ausschließlich über den Chip realisiert werden. Lediglich für Zahlung per Lastschrift wird auch künftig noch auf die auf dem Magnetstreifen gespeicherten Kontodaten zugegriffen. Hierbei wird zusätzlich die Unterschrift des Karteninhabers auf der ausgedruckten Einzugsermächtigung benötigt.

Schlagworte zum Thema:  Geldkarten, SEPA, Sicherheit, Datenschutz

Aktuell

Meistgelesen