25.06.2013 | Top-Thema Beschäftigtendatenschutz

Videoüberwachung, Ortungssysteme, biometrische Verfahren

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Ursache zahlreicher Datenschutzskandale war die heimliche Mitarbeiterüberwachung. Hier soll ein Riegel vorgeschoben werden.

Videoüberwachung (§ 32f BDSG-E):

Heimliche (verdeckte) Überwachungen sind generell verboten, auch zur Aufdeckung bzw. Verhinderung von Straftaten. In letzteren Fällen ist aber stattdessen der Einsatz von Ferngläsern oder Fotokameras zulässig.

Zulässig soll eine Videoüberwachung sein, wenn sie offen erfolgt (also mit Kenntnis der Beschäftigten) und wenn sie Schutz- oder Sicherheitszwecken dient, die allerdings recht weit gefasst sind.

Niemals gestattet ist jedoch eine Überwachung von Toiletten, Bädern, Umkleide- oder Schlafräumen.

Ortungssysteme (§ 32g BDSG-E):

Ortungssysteme, die z. B. der GPS-Überwachung des Fuhrparks dienen, dürfen nur während der Arbeits- oder Bereitschaftszeit eingesetzt werden. Die Beschäftigten sind darüber zu informieren. Voraussetzung ist weiter, dass der Einsatz der Sicherheit von Beschäftigten oder deren Koordinierung dient.

Biometrische Verfahren (§ 32h BDSG-E):

Biometrische Verfahren, wie z. B. Fingerabdruck oder Iris-Scan, dürfen nur zur Autorisierung oder Authentifikation erfolgen.

Schlagworte zum Thema:  Videoüberwachung, GPS-Ortung, Beschäftigtendatenschutz, Arbeitnehmer, Datenschutz

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