25.06.2013 | Top-Thema Beschäftigtendatenschutz

Internet, E-Mail und Telefon

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Die geplanten Regelungen berücksichtigen lediglich den Fall, dass die Privatnutzung untersagt ist. Nicht geregelt ist der - sehr verbreitete - Fall, dass die private Internet- und E-Mail-Nutzung am Arbeitsplatz gestattet ist.

Für Telekommunikationsdienste wie Internet, E-Mail und Telefon gilt § 32i BDSG-E. Sofern eine nur berufliche oder dienstliche Nutzung dieser Dienste gestattet ist, dürfen die anfallenden Protokolldaten verwendet werden, um einen ordnungsgemäßen technischen Betrieb zu gewährleisten, zu Abrechnungszwecken oder für „anlassbezogene oder stichprobenartige“ Leistungs- oder Verhaltenskontrollen (z. B., ob Telefonate tatsächlich nur zu beruflichen oder dienstlichen Zwecken erfolgt sind).

Die Inhalte der Kommunikation dürfen nur erfasst und ausgewertet werden, wenn der Beschäftigte und seine Kommunikationspartner vorher im Einzelfall informiert wurden und eingewilligt haben. Zudem muss das Abhören/Einsehen zur Wahrung der berechtigten Interessen des Arbeitgebers erforderlich sein.

Für Callcenter-Mitarbeiter sind nach einer umstrittenen Ergänzung laxere Regelungen vorgesehen: Hier muss der Mitarbeiter nicht im Einzelfall einwilligen, sondern er ist lediglich vorab über die allgemeine Möglichkeit von Kontrollen zu informieren.

Bereits eingegangene, gespeicherte E-Mails dürfen im Urlaubs- oder Krankheitsfall auch von Kollegen oder Vorgesetzten eingesehen werden, sofern dies erforderlich ist. Erkennbar private Daten dürfen dabei nur dann eingesehen werden, wenn dies für den Betrieb unerlässlich ist und der Beschäftigte hierauf schriftlich hingewiesen wurde.

Schlagworte zum Thema:  Internet, Beschäftigtendatenschutz, Arbeitnehmer, Datenschutz

Aktuell

Meistgelesen