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Gravierende Datenpannen in Baden-Württemberg

Datenpannen wurden aus unterschiedlichen Branchen gemeldet.
Bild: PhotoDisc Inc.

In einer Auflistung des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten sind 46 schwerwiegende Datenpannen aus den Jahren 2011 bis 2013 erfasst. Betroffen waren dabei vor allem Banken und Versicherungen. Aber auch Gesundheitsdaten gerieten in falsche Hände.

Seit einigen Jahren sind Unternehmen aufgrund einer Vorschrift im Bundesdatenschutzgesetz  (§ 42a BDSG) verpflichtet, an die zuständige Datenschutzbehörde zu melden, wenn personenbezogene Daten unerlaubt übermittelt oder auf sonstige Weise unrechtmäßig an Dritte weitergegeben wurden und dadurch schwerwiegende Beeinträchtigen der Rechte und Interessen der Betroffenen drohen. Der Stuttgarter Zeitung liegt eine Auflistung des baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten mit derartigen Vorfällen vor.

46 gemeldete Datenpannen

Demnach meldeten Unternehmen im Zeitraum zwischen Februar 2011 und Juli 2013 insgesamt 46 Fälle an den Datenschutzbeauftragten. Darunter befanden sich auch etliche Großunternehmen, viele davon aus dem Bank- und Versicherungswesen. Betroffen waren u. a. etwa die Landesbank Baden-Württemberg, die Mannheimer Versicherung AG, die Sparda-Bank Baden-Württemberg, die Süddeutsche Krankenversicherung oder auch die Wüstenrot & Württembergische AG, bei der etwa elektronisch gesicherte Dokumente mitsamt PC gestohlen wurden.

Auch Gesundheitsdaten betroffen

Zu den spektakulärsten Fällen dürfte die Panne bei einem Tochterunternehmen von General Electric gehören, das Fernwartungen von Röntgengeräten und Computertomografen durchführt. Hierbei sollen mehr personenbezogene Daten als erforderlich abgerufen wurden und diese Patientendaten wurden auch an amerikanische Server weitergeleitet. Bei dem Unternehmen geht man allerdings davon aus, dass diese Daten keinesfalls missbraucht worden seien, zudem sei der Fehler mittlerweile behoben.

Die Auflistung enthält zudem zahlreiche Fälle, in denen Bank- oder Kreditkartendaten in die falschen Hände geraten seien, wovon mindestens 1.667 Personen betroffen waren. Nicht nur elektronische Daten waren gefährdet, in einigen Fällen wurden auch Briefe oder Faxsendungen an die falschen Empfänger verschickt.

Schlagworte zum Thema:  Informationspflicht, Datenverlust

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