12.12.2012 | E-Mail-Newsletter

Bayerische Datenschutzaufsicht gibt Hinweise zum Double-Opt-In-Verfahren

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In einem neuen Merkblatt gibt das BayLDA zahlreiche Anwendungshinweise zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten für werbliche Zwecke. Auch auf das Double-Opt-In-Verfahren zur Bestätigung von E-Mail-Newslettern wird eingegangen.

Seit das OLG München im Urteil vom 27. September 2012 (29 U 1682/12) das weit verbreitete Double-Opt-In-Verfahren zur Bestätigung von Newsletter-Bestellungen als unzulässige Werbung eingestuft und damit in Frage gestellt hat, herrscht unter vielen Experten einige Verunsicherung. In einem jetzt veröffentlichten Merkblatt, das im Rahmen des Arbeitskreises Werbung und Adresshandel des Düsseldorfer Kreises erstellt wurde, sprechen sich die Experten jedoch eindeutig für dieses Verfahren aus.

Double-Opt-In für Newsletter empfohlen

Beim Double-Opt-In-Verfahren wird dem Neu-Abonnenten eines Newsletter nach der Bestellung im Web eine Bestätigungsmail an die von ihm angegebene E-Mail-Adresse geschickt. Erst nachdem er mit dieser Rückantwort die Bestellung des Newsletters bestätigt, wird der Newsletter an diese Mail-Adresse versendet. Im Merkblatt des bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht wird das Double-Opt-In-Verfahren als geeignetes Verfahren zur Verifizierung der Willenserklärung angesehen, das den Nachweis-Anforderungen des BGH entspricht.

Nicht für Telefonwerbung geeignet

Während das Verfahren für die Bestellung von Newslettern somit empfohlen wird, halten die Experten es für die Nutzung bei Werbeanrufen für unzureichend. So könne durch die Übersendung einer Bestätigungs-E-Mail der Nachweis der Identität zwischen dem E-Mail-Nutzer und dem Anschlussinhaber der Telefonnummer nicht geführt werden.

Das vollständige Merkblatt mit den Anwendungshinweisen können Sie auf der Website des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht (BayLDA) herunterladen.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Einwilligung, Werbung

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