04.06.2014 | Vernetzter Haushalt

Apple will beim Smart Home auf den Datenschutz achten

Smart Home ist jetzt auch ein Thema für Apple.
Bild: AlexRoz/shutterstock.com

Auch Apple will auf dem Markt für den vernetzten Haushalt mitmischen. Mit einem jetzt vorgestellten Toolkit soll die Fernsteuerung von Beleuchtung, Sicherheitsanlagen und weiteren Geräten ermöglicht werden. Apple will dabei dem Datenschutz höchste Priorität einräumen.

Das Smart Home, der vernetzte Haushalt, bei dem zahlreiche Funktionen und Geräte wie Beleuchtung, Heizung, Sicherheitsanlagen und andere Haushaltsgeräte bequem via Smartphone oder Tablet aus der Ferne gesteuert werden können, gilt als einer vielversprechendsten Märkte. Entsprechend groß ist das Interesse von Konzernen wie Google, Microsoft und anderen. Nun hat auch Apple angekündigt, sich hier zu engagieren zu wollen. Dazu hat man eine API namens HomeKit entwickelt, die es ermöglicht, zahlreiche unterschiedliche Geräte via iPhone und iPad zu steuern.

Datenschutz im Fokus

Wie interessant das Smart Home für die Konzerne ist, lässt sich beispielsweise auch daran ablesen, dass Google sich die Übernahme des Thermostat- und Rauchmelderherstellers Nest mehr als 3 Milliarden Dollar kosten ließ. Auf der Entwicklermesse WWDC hat Apple einen ersten Einblick  in seine Version des vernetzten Haushalts gegeben, und die Programmierschnittstelle HomeKit vorgestellt, die bei den anwesenden Entwicklern auf großes Interesse stieß. Das Unternehmen legt dabei große Wert auf einen umfassenden Datenschutz, denn Kritiker sehen beim Smart Home generell ein erhebliches Missbrauchspotenzial, etwa wenn die hier gesammelten Informationen von den Anbietern zur Erstellung persönlicher Profile genutzt werden.

Nutzerdaten dienen nicht zum Geldverdienen

So betont man bei Apple, dass man im Gegensatz zur Konkurenz mit den Daten der Nutzer kein Geld verdienen und dem Datenschutz daher höchste Priorität  einräumen will. Wie sich die Situation beim vernetzten Haushalt allerdings entwickeln wird, bleibt abzuwarten, denn bislang fehlt es noch an herstellerübergreifenden Standards, sodass verschiedene nicht kompatible Lösungen miteinander konkurrieren, was die Nutzer eher abschrecken dürfte.

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Schlagworte zum Thema:  Smart Home, Haustechnik

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